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Konzertbericht: Skunk Anansie

April 16, 2013 By: Christian Mäder Category: Musik

DJ Skin, Vernissage, Zermatt Unplugged

 

Skin, the Queen of the Shebeens

Die britische Rockband mit der Frontfrau Skin sorgte für einen Abschluss, der in Erinnerung bleibt. Skunk Anansie spielten die erste Unplugged-Show in ihrer 19-jährigen Bandgeschichte. Aber, so erklärte Skin, diese Art von Konzert gebe auch die Möglichkeit, alte Songs zu spielen. Skunk Anansie begaben sich also auf eine musikalische Retrospektive und kehrten zu den Anfängen ihrer Bandgeschichte zurück. Skin wurde gesanglich lediglich von einer Backgroundsängerin unterstützt.
Wie ich nach dem Konzert erfuhr, sollen einige Bandmitlgieder vor dem Konzert extrem nervös gewesen sein. Vor Allem der Gitarrist Ace. Denn unplugged musste er sein Gitarrenspiel rhythmischer und perkussiver gestalten. Auf der Bühne aber merkte man ihm seine Nervosität nicht mehr an und er legte ein gelungenes Konzert hin.

Wie angesagt begannen Skunk Anansie die Show mit eher ruhigeren, älteren Songs aus den 90er Jahren. Mit jedem Lied gewann ihre Show allerdings an Tempo. Und der Applaus dazwischen wurde immer lauter und länger. Die Band hatte sich ja für einige Jahre aufgelöst. Aber auf ihren neueren Alben spielen sie genau den Alternative Rock den soviele Musiker in den 90er gesucht, aber nie gefunden hatten. Hart und präzise.

Während Hits wie „Hedonism“ bedankte sich das Publikum sogar noch während des Songs mit Standing Ovations.

Es ist einfach unglaublich, welche Bühnenpräsenz die Frontfrau Skin besitzt. Das liegt aber nicht nur an ihrem markanten Aussehen. Im Gegensatz zu früheren Auftritten hat sie mitlerweile wieder einige Haare auf dem Kopf ;) . Es ist auch ihre Stimme, die live und unplugged einfach stark und virtuos zugleich wirkt.

Skin ist eine Frau der deftigen Worte. Dies bewies sie auch an diesem Konzert. Sie coverten den Song „You Do Something to me“ vom englischen Singer/Songwriter Paul Weller. Laut Skin ist es erst das zweite Mal in der Geschichte der Band, dass sie live einen Song covern. Und sie meinte daher vor dem Song salopp: „If we fuck it up, we fuck it up“. Der Song gelang wunderbar.

Die Unplugged Show von Skunk Anansie war wirklich etwas vom Besten, was wir hier auf der grossen Zeltbühne gesehen haben. Zudem war dieses Konzert ein fulminanter Abschluss eines gelungenen Festivals.

Anschliessend legte die Sängerin als DJane im Vernissage auf. Immer wieder untermalte sie ihren Auftritt gesanglich und begeisterte so die Gäste im Club restlos. Sie feierte und feierte, bis in die frühen Morgenstunden hinein.

Tipp: Skunk Anansie spielen am 20. Juli am Blue Balls Festival im KKL Luzern.

Zuerst ein Set von DJ Minus 8 – Yeah, ich war also nicht der einzige Zürcher in Zermatt:
DJ Minus 8

.. und dann legte die in London heimlich Queen of Shebeen genannte DJ Skin auf. Auf Deutsch: Königin der illegalen Kneipen.

Text & Bild: Christian Mäder

DJ Yougene

April 16, 2013 By: Christian Mäder Category: Musik

DJ Yougene

Wenn mich etwas an diesen Hochglanzfestivals ganz besonders interessiert, dann ist dies der Untergrund. Die Tiefen der Musik. Dort, wo das Kommerzielle auf das Kreative trifft.
Der Zufall – wenn sowas überhaupt existiert – meinte es gut mit mir. Ich durfte einen Abend mit der Entourage der Skunk Anansie Band verbringen. Die Frontsängerin war während dieser Zeit unter dem Namen “DJ Skin” am auflegen. Bis vier Uhr Morgens feierte sie im Vernissage durch. Währenddessen traf ich auf DJ Yougene (rechts im Bild). Er legt gelegentlich in Zürich auf. U.a. diesen Freitag im Club Bellevue, Zürich. Warum ich dies blogge? Er wird in Kürze den offiziellen Remix von Skunk Anansie “our summer kills the sun” veröffentlichen. Der links im Bild ist übrigens Aces Bruder (Gitarrist Skunk Anansie).
Erlaubt mir noch eine Empfehlung: Skunk Anansie spielt am 20. Juli im KKL Luzern. Tickets gibt’s ab morgen zu kaufen.

>> Konzertbericht Skunk Anansie – Zermatt Unplugged

Faela Live @ Zermatt Unplugged

April 12, 2013 By: Christian Mäder Category: Musik

Es hat sich rumgesprochen, ja an jeder Ecke wurde geflüstert “Faela, Faela”. Also bin ich rauf ins Cervo gepilgert, an eines der Falea Konzerte. Es hat sich gelohnt. Sonnenschein, Schnee und das Allerbeste: Eine Band in Topform. Insbesondere der Sänger Hugo Coronel gab einfach Alles: Mal stand er Kopf, mal hing er an einer Fahnenstange. Zwischendurch schäkerte er mit den Kindern.

Die Band kommt aus Schweden. Alle sind sie Berufsmusiker mit eigenen Musik-Projekten. Lediglich im Sommer treten sie zusammen als “Faela” auf.

Ein grosses Glück also, dass wir diese Band hier live sehen durften. Und eine Prise Gipsy und Latin Rythmen waren genau das was dieses Festival noch Nötig hatte.

Faela Zermatt Unplugged

Faela live am Zermatt Unplugged

Diese Truppe will ich nochmals sehen. Die Chancen stehen gut. Faela sind in nächster Zeit in Österreich und Norwegen unterwegs. Sie spielen aber mindestens noch einmal dieses Jahr in der Schweiz. Am Buskers Bern – einem Strassenmusik-Festival. Die Openair Saison steht vor der Tür und vielleicht kommt noch das eine oder andere Booking hinzu.

Sivert Høyem @ Sunnegga Sessions

April 12, 2013 By: Christian Mäder Category: Digital

Es muss nicht immer Anton aus dem Tirol in diesen Berghütten gespielt werden. Das es auch anders geht, zeigt uns das Zermatt Unplugged erfolgreich auf.

Die Sunnegga Sessions sind vom Feinsten. Schweizweit, nein, weltweit! Auf über 2000 Meter geben ausgewählte Künstler intime Konzerte. Eine Gruppe von 60ig Leuten fährt in der Abnddämmerung den Berg hoch. Hinauf ins Massiv. Apero, Nachtessen und eine einzigartige Bergkulisse in der Abendsonne inklusive. Exklusiv und intim. Dementsprechend nahe ist man dem Musiker.

Ich war letztes Jahr schon hier oben: James Vincent Mc Morrow. Dieses Jahr hatte Sivert Hoyem die Ehre! Den meisten ist er wohl als Lead-Sänger der erfolgreichsten Norwegischen Band ever bekannt: Madrugada. Heute ist er auf Solo-Tournee. Und selbst dieser gestandene Musiker war von der Kulisse und der intimen Atmospähre angetan!
Zufälligerweise waren Gäste aus Schweden anwesend. Es stellte sich heraus dass Sivert perfekt Schwedisch kann. Er verriet uns (auf Schwedisch) das er momentan in Stockholm lebt und dort ein Neues Album einspielt. Na, wenn das keine guten News sind. Bin dabei.

Sivert-Høyem - Madrugada

Konzertbericht: Die Fantastischen Vier – Unplugged Setup

April 11, 2013 By: Christian Mäder Category: Musik

Die Fantastischen Vier am Zermatt Unplugged

Die Fantas spielten gestern am Zermatt Unplugged. Hier ein kurzer Konzertbericht aus erster Hand:

Fantastisch Unplugged

Der Andrang war gross. Verständlich, denn wir alle kennen Fanta 4 nicht bloss, wir sind mit ihnen aufgewachsen. Sie sind gut, und deshalb populär.

Smudo, Hausmeister Thomas D, Michi Beck und And.Ypsilon stürmten die Bühne gleich mit einem 20-köpfigen Orchester. Sie wurden unter tosendem Applaus empfangen und bereits beim zweiten Song “Danke” hielt es das Publikum nicht mehr auf den Sitzen.

Seit über 20 Jahren mischen die sympathischen Deutschen im Musikgeschäft ganz oben mit. Sie können auf ein grosses Repertoire an Hits zurückgreifen. Am allerbesten sind sie aber live und Unplugged. Dank den schnelleren Rhythmen werden ihre Songs abwechslungsreicher und vielschichtiger.

Sympathisch waren auch die Ansagen zwischen den einzelnen Songs. Die Jungs wirkten entspannt, kommunizierten offen mit dem Publikum und plauderten aus dem Nähkästchen. Zum Song “Smudo” verwandelten sie das ganze Zelt umgehend in einen Gospelchor. Ein kollektives Halleluja hallte durch die nächtliche Bergwelt.

Den Song “Pipis und Popos” rappte Smudo das ganze Lied durch in der “Schlumpfversion” respektive mit Hochstimme. Dazu musste er mehrmals Luft aus einer mit Helium gefüllten Dose nehmen. Und dies auf 1600 Meter Höhe. Der gute Krieger war danach sichtlich angeschlagen und die Rapper brauchten eine Pause. Es folgte eine Soloeinlage von Thomas D.

Warum Zermatt so schön sei? Darüber sinnierte Smudo zwischen zwei Songs. Schon bei seinem letzten Besuch 2009 stellte er trocken fest: “Der Berg ist Massiv”. Diesmal ging er etwas mehr in die Tiefe und präsentierte folgende These: In Zermatt herrsche Sauerstoffmangel. Und Mangel an Sauerstoff mache glücklich, daher finden alle Zermatt so schön. Er habe sich auf Zermatt vorbereitet und sich dafür extra in eine Höhle zurückgezogen um zu trainieren.

Dies war natürlich eine Anspielung auf ihre aktuelle CD. Smudo meinte damit ihr zweites MTV Unplugged Album. Ein akustisches Album, aufgenommen in einer Höhle. Die Fantastischen Vier sind bisher die einzige Band überhaupt, die ein zweites MTV Unplugged Album aufnehmen durften.

Politisch bezogen die Fantas ebenfalls klar Stellung. Das ganze Orchester trat in Anti- Atomkraft-Overalls auf.

Auf intensiven Applaus und Standing Ovations folgte eine Zugabe. Ihr Hit “Populär” wurde zum kubanischen Salsa.

Vielen Dank liebe Fantas für den stimmungsvollen Abend. Wir bleiben euch Troy; 20 weitere Jahre. Mindestens.

Festivalauftakt: Zermatt Unplugged 2013

April 10, 2013 By: Christian Mäder Category: Musik, Schweizer Künstler

u.a. mit Fanta 4, Skunk Anansie, Sivert Høyem, Bryan Ferry, Mando Diao, Marianne Faithfull, Morcheeba, Mo Blanc, Marlon Roudette, Tom Freund uvm.

Ich bin vor Ort und werde euch auf dem Laufenden halten!

Programm nach Tag rsp.
Website Zermatt Unplugged


Social Media Unplugged:

Zermatt Unplugged auf Twitter, Facebook und Youtube

Konzertbericht: Umberto Tozzi

April 10, 2013 By: Christian Mäder Category: Musik

Der italienische Superstar Umberto Tozzi sorgte gleich zum Festivalauftakt für eine nahezu ausverkaufte Zeltbühne. Es war ein Auftakt mit Stil: Tom Sterchi, der Gönner und Gründer des Zermatt Unplugged, begrüsste die Konzertbesucher persönlich und wie es sich gehörte, auf italienisch.

Darauf eröffnete “Stadio” den Konzertabend. Die italienischen Pop-Rocker hatten die gutbesuchte Zeltarena vom ersten Moment an fest im Griff. Mit im Gepäck hatten sie ihren Fanclub, der sich aus einer Zeltecke heraus lautstark bemerkbar machte.

Und dann war es endlich soweit: Umberto Tozzi betrat alleine, nur mit akkustischer Gitarre bewaffnet, die Bühne. Nach einer kurzen Begrüssung fragte er das Publikum: Französisch oder Italienisch? Es stellte sich heraus dass jeder im Zelt italienisch verstand.
Wie die meisten Musiker am Zermatt Unplugged hielt Tozzi sich an das Festivalmotto: Er spielte akkustisch. Es war unglaublich beeindruckend, welche Bühnenpräsenz der gestandene Chansonnier verströmte. Und als 2 Songs später sein Saxophonist die Bühne betrat und die wuchtigen Balladen mit virtuosem Jazz bereicherte, herrschte ein erstes Mal Hünherhautstimmung. Sein ausgelassenes Spiel lockte dann weitere Instrumentalisten heran.

So wie das Konzert, so begann auch Tozzis Karriere: Mit Gitarre. Damit tingelte er schon als 16-Jähriger durch die Welt. Mit 22 schrieb er erstmals Songs für andere. Der grosse Durchbruch kam Ende der 70er Jahre mit einem Hit-Hattrick: 1977 brach er mit “Ti amo” sämtliche Verkaufsrekorde in Italien, 1978 folgte “Tu” und 1979 erschien das erfolgreiche “Gloria”.

Nach einer guten Stunde erreichte die Stimmung einen ersten Höhepunkt als der Italiener seinen grössten Hit “Ti Amo” anstimmte. Mit grosser gesanglicher Unterstützung der Zuschauer. Das Publikum schmolz dahin, wie Schnee in der Frühlingssonne.

Danach griff er musikalisch tief in die Rockkiste. Im Publikum stand keiner mehr still. Insbesondere dann, wenn Tozzi jeweils ein paar Takte aus “Gloria” anspielte.

Alles in allem war es ein absolut gelungener Konzertabend. Und selbst als nach Konzertende die Zürcher Band Mo Blanc im Foyer die Besucher auf den Heimweg einstimmte, hallte noch das eine oder andere Gloria nach.

Was macht das Zermatt Uplugged zu einem so speziellen Musikfestival? Ist es das Matterhorn? Ist es die geografische Verteilung der Konzerte im ganzen, autofreien Bergdorf? Oder sind es die Künstler die sich “entblössen” und unplugged spielen? Wahrscheinlich von allem ein bisschen.

Zermatt Unplugged, ti amo!

James Vincent McMorrow live

Mai 17, 2012 By: Christian Mäder Category: Digital, Musik


Vor einigen Tagen durfte ich ein sehr spezielles und exklusives Konzert besuchen. Hier ein kurzer Konzertbericht über einen der grössten Musiker unserer Zeit:
Der Ire James Vincent McMorrow spielte am Zermatt Unplugged 2012. Das Konzert fand im Rahmen der Sunegga Sessions auf 2300 Meter über Meer statt. Nachtessen – also feinste Walliser Spezialitäten – inbegriffen. Der im Festival Booklet angepriesene Sonnenuntergang ging irgendwo im Nebel unter, was der Stimmung allerdings keineswegs schadete. Im Gegenteil: Etwas Bergnebel passte dann doch ganz gut zu den Songs von McMorrow!

Der schüchtern Sänger stammt aus Irland. Seine CD “Early in the Morning” ist in einem einsamen Häuschen an einem See entstanden – und diese CD ist schlichtweg ein Geniestreich. Über diesen Link könnt ihr auf Spotify reinhören.

Es war eines der Konzerte, wo man hin und wieder die Augen schliessen muss. Beeindruckend war sein “Spiel mit der Stille” – stellenweise hätte man eine auf den Teppich fallende Stecknadel hören können. Songs, knapp an der Flüstergrenze. Und doch entfaltete dieses Konzert eine größere Druckwelle als jedes Punkkonzert.

Seine Texte befassen sich mit den dunklen Seiten des Lebens, Einsamkeit und Ernüchterung. Themen, über die nur wenige sprechen. Themen, die – wenn sie dann mal angesprochen werden – erschüttern und kalte Schauer auslösen. Vor allem, wenn es auf diese schöne Art passiert, wie es Vincent McMorrow tut.

Hier, tatsächlich ein original Mitschnippsel vom besagten Konzert am Zermatt Unplugged:

Und ich Groupiiiee fragte leise.. und kriegte ein Bild:
James Vincent McMorrow

James Vincent McMorrow auf Facebook, Twitter.

Und natürlich der Link zum Blog von James Vincent McMorrow.

Ray Mann – Live am Zermatt Unplugged

April 20, 2012 By: Christian Mäder Category: Musik


Seine Familie stammt ursprünglich aus Ägypten, aufgewachsen ist er in Sidney und seit knapp einem Jahr wohnt er in Berlin: der Musiker und Künstler Ray Mann.

Bekannt wurde er nicht zuletzt auch wegen seinem Projekt “The Sketches”: jeden Monat stellt er ein neues Video rsp. einen neuen Song online.

Gestern beehrte Ray Mann das Festival Zermatt Unplugged 2012. Just auf seine Performance hin lichteten sich die Wolken. So konnte er draussen bei Sonnenschein musizieren. Ray Mann, der seine Auftritte jeweils mit Projektionen anreichert, war hier in Zermatt tatsächlich komplett unplugged unterwegs und wurde somit dem Festival Claim gerecht. Mit Gitarre und Stimme – aber das reichte vollends um die ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Und jetzt, auf das Akustische reduziert und auf sich alleine gestellt, wurde mir erst richtig bewusst, was für ein grossartig talentierter Musiker Ray Mann ist. Seine groovige Art die Gitarre zu rupfen, kombiniert mit absolut präzisem und souligem Gesang – begeisterte vollends! Ray Mann, definitiv der musikalischste Künstler unter den modernen Dadaisten.

Das Festival ist übrigens noch nicht zu Ende. Morgen Samstag, unter anderen mit folgenden Künstlern: Aloe Blacc, einem DJ Set von Skunk Anansie und Peter Cincinotti. Einige wenige Hotelzimmer hat’s in Zermatt auch noch. Aber wer will schon schlafen, wenn DJ Skin auflegt.

..ich Groupie durfte dann noch mit aufs Bild:

Ray Mann

Hier das Video “Hook Me Up” – Ray Mann, unplugged:

Ray Mann auf Twitter und Facebook


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