Schweizer Wahlen ’11: Wer Social Media richtig einsetzte, wurde gewählt!


Social Media kann die entscheidende Rolle spielen, wie man bei den Wahlen 2011 in der Schweiz gesehen hat. SVP Nationalrätin Natalie Rickli hängte dank Social Media sogar den SVP-Chefstrategen Christoph Blocher ab und erzielte im Kanton Zürich die meisten Stimmen. Gemäss 20 Minuten nutzten die Wähler Social Media kaum, aber da bin ich anderer Meinung. Einerseits ist die Fragestellung der Studie, auf welcher der besagte Artikel beruht, unklar, anderseits nutzten diverse Politiker Social Media komplett falsch. Die meisten Kandidaten schafften es nicht, eine lebendige Community und so eine Diskussion aufzubauen. Es ging sogar soweit, dass ich von wildfremden Kandidaten ungefragt eine Freundschaftsanfrage erhielt. Also wenn man auf diese Art und Weise Social Media betreibt, dann ist klar: Social Media nützt nicht, im Gegenteil, schadet sogar. Dann können ja nur noch die unzähligen Plakate und die Tonnen von Flyern in den Briefkästen wirken.
Die Wahlen im Bezug auf Social Media aus meiner Sicht: Mit den meisten Kandidaten, die ich wählte, stand ich entweder über Facebook oder Twitter in direktem Kontakt. Ich kannte die Kandidaten. Zwar nicht persönlich, aber fast. So wusste ich zum ersten Mal ganz genau, wen ich wähle, wie er sich ausdrückt und somit auch wie er denkt. So musste ich mich nicht mehr auf Wahlhilfen wie z.Bsp. Smartvote verlassen. Denn meistens spuckte mir dieser mittlerweile doch umstrittene Dienst total unbekannte und chancenlose Kandidaten aus.
Ich bleibe dabei: Wer Social Media richtig und professionell betreibt, ist beliebt, volksnah, und wird gewählt. Und – wie wir alle wissen – kann dank Social Media sogar ein „Schwarzer“ Präsident der USA werden.

Christian Mäder

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6 Gedanken zu „Schweizer Wahlen ’11: Wer Social Media richtig einsetzte, wurde gewählt!

  • 25. Oktober 2011 um 18:08
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    Hallo bonz, das siehst du richtig. Ich möchte hinzufügen dass auch Matthias Aebischer und Cedric Wermuth SM sehr vorbildlich einsetzten! Ich finde es schade wenn immer nur die rickli erwähnt wird.

  • 25. Oktober 2011 um 20:39
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    Ich bin dezidiert anderer Ansicht. Nur weil wir in sozialen Netzwerken aktiv sind, kann man davon keinen Einfluss von social media auf Wahlergebnisse ableiten. Dazu müsste dieser Faktor im Vergleich mit vielen anderen Faktoren genau untersucht werden (es gibt schon Studien dazu, die sich aber v.a. auf Facebook beschränken). Natalie Rickli ist beispielsweise in den Medien sehr präsent wegen ihrer Spezialisierung auf Strafrecht und Medienpolitik, sie ist regelmässig in den Ringier-Publikationen vertreten, so auch in der Schweizer Illustrierten und sie wird von vielen Menschen als attraktiv eingeschätzt.
    Meiner Meinung orientiert sich ein verschwindend kleiner Teil der WählerInnen auf sozialen Netzwerken (meine Schätzung: weniger als 2%) – und der Einfluss auf die Wahlen ist vernachlässigbar.

  • 25. Oktober 2011 um 20:53
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    Hmm… attraktiv. Die sieht ja aus wie die Kampusch, die Frau, die Blochers Verlies verliess.

  • 25. Oktober 2011 um 21:06
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    Lassen wir mal die Äusserlichkeiten @Zora irgendwas.

    @Philippe Wampfler:
    Eine gute Präsenz in Social Media alleine reicht nicht für eine Wahl in den Nationalrat, da stimme ich dir zu. Das wichtigste sind immernoch Inhalte. Vielleicht kommt dies in meinen Statements zuwenig rüber. Und ebendiese diese Inhalte können gerade dank der sozialen Vernetzung ganz schön mächtig werden. Und Schätzung ist Schätzung. Fakt ist dass dass mitlerweile fast jeder zweite Schweizer einen FB Acc hat. (Und jetzt meine ich auch nur Facebook)

  • 25. Oktober 2011 um 22:49
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    Web 3.0 wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, das ist klar. Egal ob die gute Frau in der Regebogenpresse wahr.

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