Klaus Kinski: Jesus Christus Erlöser

Immer mal wieder machen Klaus – „Ich bin kein Schauspieler“ (Dokumentarfilm)- Kinskis Wutausbrüche die Runde(n) (als Remix). Legendär ist unter Anderem dieses zornige TV-Interview.
Mitunter sind diese Zornestiraden aber nicht bloss Launenresultate, sondern durchaus begründet: Hier bringen christliche Aktivisten (unbestimmter Herkunft), die ‚heilige' Grenze des Bühnenraums missachtend, den Jesus-Performer in Rage.
Nicht ganz ohne Zorn dürfte auch das Drunter und Drüber auf den unsichtbaren Bühnen/ hinter den Kulissen im Innern der Institution des „offiziellen Kirchen-Jesus“ vonstatten gegangen sein. Vati leakt, was nicht nur manch frommer Mutti missfallen dürfte.
Obgleich das gewaltige Schiff nach dem revolutionären Rückzug des Stellvertreters ins Frührentnertum nicht führerlos dahin segelt, scheint das Bedürnis nach einem obersten Offizier, das Vertrauen auf die Steuerungsfähigkeit des Allerobersten, Jenseitigen, zu überwiegen. Die Weisung, was der Laie tun soll, gibt uns der Spiegel (online):
„Katholiken in aller Welt sind während der Sedisvakanz aufgerufen, für eine rasche, einmütige und segensreiche Wahl des neuen Papstes zu beten.“
Da aber eine Sedisvakanz nach vorzeitigem Papstrücktritt übermittlungsgemäss derart lange dauern kann, dass zwischenzeitlich aus Ungeduld und zwecks Erholung Gebetspausen eingelegt werden müssen, sei an dieser Stelle für unterhaltungsbedürftige Katholiken, aber auch für alle Anderen, auf die Bühnenpredigt in voller Länge verwiesen, Störungen inklusive:

n.n.m.s.

Kompost und Komposita.

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