Heisses Eisen: 7 Tage, 7 Elemente // Part III: Progressive Metal

Ich geb's zu: Progressive Metal ist nicht mein Spezialgebiet. Wenn ich den Genrebegriff aber weit genug dehne, finde ich schon einige Bands, die mir am Herzen liegen. Progressives Edelstahl (wie man so schön sagt) gibt es mittlerweile nämlich aus allen Sparten. Die üblichen Verdächtigen findet ihr hier nicht. Dafür Bands, die sich durch ausserordentliche spielerische Fähigkeiten, komplexes Songwriting, technische Kapriolen – oder durch alles miteinander – auszeichnen. Das war jetzt aber ne ganz schön sachliche Umschreibung. Sei's drum.


Ohne Fates Warning kein Blog zu Progressive Metal – jedenfalls nicht von mir. Die epischen Wunderwerke mit John Arch sind genauso Göttergaben wie die ersten beiden Platten mit Gesangswunder Ray Alder. Und das hier ist ein Prog-Meisterstück par excellence.


Es gibt sie noch: die Momente, in denen man das Gefühl hat, etwas wirklich Neues zu hören. Einen solchen haben mir die Aussies von Ne Obliviscaris erst kürzlich beschehrt: ein Feuerwerk, eine Achterbahnfahrt, ein Abenteuer. Danke dafür! Und wisst ihr was? Ich mag Geige eigentlich auch nicht.


Ich behaupte ganz frech: Enslaved sind eine der besten Bands der letzten zwanzig Jahre. Ein Wahnsinnsalbum folgt dem anderen. Wer mit einer solchen Selbstverständlichkeit von garstigstem Black Metal in Pink Floydsche Tiefensphären taucht – und auch immer wieder den Weg zurück findet! -, dem müsste man einen Zauberhut schenken.


Progressive Metal in Reinkultur, live im Studio eingespielt. Die können spielen! Fragt sich nur, warum sie noch keinen hochdotierten Plattenvertrag haben. Doch wohl nicht, weil sie aus Sardinien kommen? Hier liegt Potenzial brach, ihr Eierköpfe von der jammernden Plattenindustrie! Na ja, so hab ich die Band wenigstens für mich allein.


Eigentlich hätt ich hier ja The Faceless platzieren wollen. Aber ohne den ex-Skullet-Träger Devin Townsend geht's eben doch nicht. Genie, Wirrkopf und Birkenstockfetischist in einem. Und trotzdem eine Ikone des modernen Metal. Keine Ahnung, wie das geht. Vielleicht so?

Matte

Für Heavy Metal zuständig … und ist der linke Fuss und die rechte Hand von Trollhauser.

2 Gedanken zu „Heisses Eisen: 7 Tage, 7 Elemente // Part III: Progressive Metal

  • 15. April 2013 um 11:08
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    Coole Sache. Aufmerksamkeit für Metal ist immer nett.
    Ne Obliviscaris sind ne hammer Neuentdeckung, Album wird gekauft.

    Ich schmeiss mal ein paar weitere tolle Bands in den Raum:

    Diablo Swing Orchestra (tanzbarer Metal geht nicht? Unsinn)
    Haken
    Obscura (ok, Tech/Progressive Death)

  • 15. April 2013 um 15:51
    Permalink

    haken: guter tipp! cheers, michael!

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