Heisses Eisen: 7 Tage, 7 Elemente // Part V: Death Metal

Wenn es um Death Metal geht, ziehe ich die alte Schule vor. Im modernen Brutal / Tech Death wimmelt es von synthetischen Produktionen, getriggerten Drums und Studiotricksereien. Ausser der schönen Bezeichnung Nintendo Metal resultiert da nicht viel Erquickliches. Und kommt mir nicht mit Deathcore! Umso schöner, dass es in neuester Zeit wieder zahlreiche Bands gibt, die den alten Tugenden huldigen und ihren Death Metal mit dem passenden Moder und viel morbidem Charme anreichern. Tempo und schiere Brutalität sind eben doch nicht alles. Auch mit Melodie, Atmosphäre – und ganz viel Herzblut – erreicht man eine beeindruckende Durchschlagskraft. Und worum geht's hier? Um Teufel, Tod und Gedärme. Kommen wir zur Beweisführung:


Paradebeispiel: Towards the Megalith hat alles, was ein herausragendes Death Metal-Album braucht: rasende Prügeleien, tonnenschwere Slow-Mo-Parts und eine Stimme direkt aus der Gruft. Wer das mag, soll unbedingt auch Funebrarum antesten.


Was schreibe ich nun, ohne mich zu wiederholen? Nur soviel: Toll, hier geht's noch eine Spur blasphemischer zu Werke! Und: Dass die Jungs aus Zwickau kommen, merkt man der Musik gar nicht an.


Ãœberraschung! The Faceless sind so progressiv und modern, dass manch ein Traditionalist ihnen das Death Metal-Label absprechen mag. Mastermind Micheal Keene kümmert das ebenso wenig wie mich. The Faceless sind ganz einfach überragend. Hier mit Video und Burzum-Shirt.


Wenn ich mich für den Klassiker unter den Klassikern entscheiden muss, dann sag ich nur ein Wort: Death! Chuck Schuldiner war der Mann. Und Symbolic ist das Album. Oder ist es doch Human? Oder am Ende gar Scream Bloody Gore? Dieser Track jedenfalls ist perfekt.


Keine Ahnung, ob diese Jungspunde schon mal in Stockholm waren. Wahrscheinlich in einem früheren Leben. Deshalb stehen sie hier stellvertretend für ein ganzes Viehgatter voller Bands, die den Sunlight- und D-Beat-Legenden von damals Tribut zollen. Ganz gross!

Matte

Für Heavy Metal zuständig … und ist der linke Fuss und die rechte Hand von Trollhauser.

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