Sound of Glarus: Freitag

Nachdem am Donnerstag Hecht und Patent Ochsner das Sound of Glarus 2013 bei bestem Wetter eröffnet hatten, startete der Freitag mit Steff la Cheffe. Es war noch früh und die Stimmung erinnerte eher an ein gemütliches Beisammensein an einer „Schweizer Familie“-Feuerstelle als an ein Konzert. Nicht, dass das schlecht wäre, aber das Meitschi vom Breitsch und ihre Band mussten sich einiges einfallen lassen, damit sich das Publikum wenigstens etwas aus der Reserve locken lies. Dazu hat am Schluss des Sets sicher auch der Glarner Rapper Bandit beigetragen. Der Meister im Freestylen und die Meisterin im Beatboxen zeigten eindrücklich, was sie drauf haben.

Weiter gings mit der Bayrischen HipHop-Combo Blumentopf.

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Die 4 Jungs mit DJ Sepalot hatten einige bekannte Songs auf Lager und überzeugten bei ihren zahlreichen Freestyle-Session auch mit regionalem Fachwissen. Da hat wohl jemand das Infoheft zum Sound of Glarus gelesen! Ich persönlich bin aber der Meinung, dass bei grösseren Bühnen heute auch im HipHop immer eine Live Band dazugehört. Mit Musik (fast) nur aus dem Mac-Book ist heute einfach kein Blumentopf mehr zu gewinnen 😉 (So schlecht war es nicht, aber ich wollte unbedingt noch dieses Wortspiel loswerden.)

Kurz nach Mitternacht legten die Headliner Skunk Anansie um Frontfrau Skin los. Was heisst da sie legten los?! Es war eher eine harte Blutgrätsche in die steifen Beine einer jeder Partybremse! Unglaublich, mit ihrer Power hatte die Band sofort das Publikum mitgerissen. Die Töne, die Skin scheinbar mühelos in jeder Höhe und Lautstärke von sich gab, erzeugte Gänsehaut von Kopf bis Fuss. Immer wieder stieg sie ins Publikum und performte Crowdsurfend, auf dem Publikum stehend oder ganz einfach im Publikum die Songs.

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Tja und wer schon nach 40 Minuten seinen bekanntesten Song „Hedonism“ rausballert, ist entweder nicht ganz dicht oder hat einfach noch viel mehr auf Lager. Es war definitiv zweites der Fall. Bei „Because of You“ konnte sich dann nicht mal mehr Petrus zurückhalten und öffnete die Schleusen – Auch er hat gern mal einen geilen Auftritt (wie ein Boxer, der in die Arena kommt und sagen will: „Hier bin ich der Chef!“).

Aber eben, alles hat ein Ende: Der Regen, das Konzert, der Freitag am Sound of Glarus… nur die Wurst, die ich nach dem Konzert gegessen habe, hatte zwei.

Aber zum Glück gibt es ja noch den Samstag (HEUTE) mit weiteren musikalischen Leckerbissen. Also lasst euch nicht von den schlechten Wetterprognosen abschrecken und geht hin!

Märä

Stieg einst von den hohen Glarner Bergen herunter in die Häuserschluchten Zürichs, um sich todesmutig in die Konzert-Locations in der Umgebung zu stürzen. Was dabei alles so passiert, liest man jeweils hier auf Bonz.ch. Ausserdem hört man mich ab und zu beim besten Radiosender der Welt: toxic.fm!

Ein Gedanke zu „Sound of Glarus: Freitag

  • 11. September 2013 um 15:58
    Permalink

    Guter Text, würdest einen guten Konzertkritiker abgeben!
    Jetzt wollte ich dir aber grad noch sagen du hättest Freitag mit Samstag vermischt, aber der Fehler ( oder der Suff ) liegt auf meiner Seite…Donnerstag gabs ja auch noch zwei-drei nette Konzerte…
    Gruuuuss

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