Journal21: Journalistischer Mehrwert

Es herrscht doch nicht nur Einheitsbrei in der Schweizer Medienlandschaft. Es gibt Lichtblicke. Wenige. Einer davon ist sicher das Journal 21:  Etwas über 80 erfahrene Journalistinnen und Journalisten, die in grossen schweizerischen und deutschen Medienhäusern gearbeitet haben – oder noch arbeiten, liefern Hintergründiges. Nicht wenige sind oder waren als Chefredaktoren, Redaktionsleiter, Ressortleiter, Korrespondenten oder Professoren tätig. Nun möchten sie ihr Wissen einem einem interessierten Publikum zur Verfügung stellen. Und Voilà, das Journal21 ist geboren. Einige Jounral21-Artikel werden u.a. direkt in der NZZ abgedruckt.

journal21

  

Ein  spannendes Projekt. Denn sonst sieht es ja eher trist aus. Einige grosse Verlagshäuser glauben, die Paywall sei das goldene Kalb. Andere denken laut über Subventionen nach. Dabei kauft sowieso niemand mehr Printartikel, jetzt, wo jeder einen ollen Grabschbalken im Hosensack rumträgt. Schöner Wohnen, Besser leben und wie sie alle heissen. Printprodukte, die auf ihrem kurzen Weg von der Druckerei hin zum Altpapier wohl nur noch wenige Leser finden. Selbst die Valora hat umgestellt, weg von Medien hin zu Kafi und Gipfeli. Dabei gäbe es ausbaufähige Blogs wie BONZ. Ja, warum nicht hier investieren? Hier ist immerhin EINIGES an Know-How in Sachen Digitalisierung und Social Web vorhanden. Und auch weitere  Ansätze gäbe es zuhauf. Aber momentan krallen sich die Verlage (noch) an ihre Holzprodukte. Wenn ich nicht so faul wäre, würde ich mal einen Businessplan erstellen. Die Medienlandschaft Schweiz befindet sich jedenfalls im Wandel. Es bleibt also spannend und es wird sich sicher die eine oder andere Chance offenbaren. In der Zwischenzeit lese ich Journal21.

Christian Mäder

BITLAKE | Content Distribution

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