Tsüri: Labitzke besetzt!

Seit gestern ist das Labitzke, die ehemalige Farbenfabrik in Zürich Altstetten besetzt. Und das interessante daran, dank Medienmitteilung der Besetzerszene und dank des Internets kann sich nun jeder darüber informieren. Da ich mal in Altstetten wohnte, interessiert mich dieser Teil der Stadt schon, und daher verfolge ich die rasante Entwicklung dieses Quartier mit Interesse.

rechtaufstadt

Dass die Räumung nicht so glatt ablaufen wird, wie sich das die Mobimo wünschte, wurde bereits an deren Pressekonferenz vor zwei Wochen offensichtlich. Plötzlich standen bei der Fragerunde die ungeladenen Bewohner_innen des Areals im Raum, verteilten ihre Zeitung und verlasen ihr Flugblatt. Damit muss sich selbst die börsenkotierte Mobimo anfreunden: In Häusern wohnen Menschen und nicht einfach Geld. Und manchmal kommt man nicht zu einem Schlüssel, den man möchte.

Ich erachte es als positiv, dass dieser Teil der Stadt zwischengenutzt wird. Aber es ist auch gut, baut die Mobimo Wohnungen, denn Wohnungen brauchts auch.

hausbesetzer

Da die Baubewilligung noch nicht erteilt wurde, werden sich wohl die neuen Eigentümer sowie die Besetzer einigen müssen. Und es werden wohl noch einige Parties im Labitzke stattfinden. Warten wir also gespannt, auf die Kreativen Impulse aus dieser gerade enstehenden Subkultur und aber auch auf die offenlegung der definitiven Baupläne.

Schön wenn die Stadt lebt!

Christian Mäder

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3 Gedanken zu „Tsüri: Labitzke besetzt!

  • 4. Januar 2014 um 08:37
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    Ein schöner Teil der Besetzer wohnt noch sonst irgendwo. Streng genommen ist das Labitzke ihr Zweitwohnsitz. Zweitwohnsitze von reichen Ausländern in der Stadt, aber auch von Herrn und Frau Mittelstand in der Bergen sind verpöhnt bzw. streng reglementier, an gewissen Orten deren Neubau gänzlich verboten. Soll Mal einer verstehen.

  • 4. Januar 2014 um 11:14
    Permalink

    Das Problem bei den vielen Zweitwohnungen ist halt, dass der Staat ganzjährig für die Infrastruktur (Wasseranschluss, Strom, Strassendienst etc.) sorgen muss, obwohl ein grossteil dieser Wohnungen lediglich 2 Wochen im Jahr genutzt werden.
    Ob Gesetze und Verordnungen wirksamer Lösungsansatz sind, da bin ich ebenfalls eher skeptisch.

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