(sponsored Post) Erkundenswertes Österreich

Spätestens seit seiner Hochzeit mit Daria hat Serafin dem Schlachtenbummlerdasein abgeschworen. Als im zürcherischen Umland wohnhafter Exil-Bebbi hält er seinem FC aber weiterhin die Treue. Seine Zugehörigkeit zu dieser merkwürdig fanatischen Spezies weiss er in bierseligen Momenten in Form von entsprechendem Liedgut lautstark Ausdruck zu verleihen, was unserer kantonal durchmischten Clique zu fortgeschrittenen Stunden in Zürcher Clubs schon etlichen Ärger eingetragen hat.
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Zum Österreichisch-Schweizerischen Duell, das letzthin ausnahmsweise nicht auf Skipisten oder Sprungschanzen, sondern auf dem Fussballfeld vonstatten ging, bot er uns, die wenig an Fussball Interessierten (und erst recht nicht seinem Fc Basel Zugeneigten), auf, um mit ihm den Match gegen Salzburg via Beamer zu schauen. Nachdem uns Serafin die Erfüllung zweier Bedingungen zugesichert hatte, wohnten wir dem Spektakel bei. Unsere Bedingungen lauteten: 1. Musste der Gastgeber für Biervorrat garantieren, wobei es sich beim Bier nicht um ein baslerisches handeln durfte. 2. Bestanden wir darauf, wie es sich bei den Skirennen eingebürgert hat, aus Gründen des Unterhaltungswerts, das Spiel auf einem österreichischen Sender zu verfolgen. Goutierte er letzteres mit einem akzeptierenden Schmunzeln, verursachte ersteres beim Exil-Bebbi, der seinem gelegentlichen Heimweh mit einem entsprechenden Heimatbiervorrat beizukommen sucht, zumindest ein Zähneknirschen.
Ãœber das Spiel will ich keine Worte verlieren, mir fehlt da die Fachkenntnis. Viel interessanter waren die Diskussionen über Österreich. Joseph, der Germanist, meinte, dass ähnlich wie beim Wintersport, die Österreichische Literatur der Schweizerischen haushoch überlegen sei: „Musil, Bernhard, Handke, Jelinek, etc. zeugen von diesem Faktum.“ Man dürfe Kunst doch nicht mit Sport vergleichen, das literarische Feld sei nun mal komplexer als das sportliche und nicht wenige der genannten Autoren würden sich gegen nationale Etikettierungen wehren, was Joseph, so er denn die Werke besagter Autoren tatsächlich gelesen hätte, doch wissen müsse, warf Daria quasi aus dem Off ein. Was wissen wir neben dem Sport, der Literatur und gelegentlichen Städtetrips nach Wien über Österreich, war kurz vor dem mitternächtlichen Aufbruch unsere Frage.
Wenig, mussten wir uns eingestehen, dabei ist dieses Land wie das untenstehende Video verdeutlicht, gerade auch während der Sommermonate besonders erkundenswert. „Eure Hochzeitsreise steht doch noch aus, wieso nicht Österreich?“ bemerkte ich beim Aufbruch,
„Ja, wieso nicht Österreich!“ lautete unisono die Antwort.

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