Forschung: Verhalten und Apps

Heute geht es darum, welchen Effekt Apps auf ihre Benutzer ausüben! Onur, Valentina, Adriano, Cristiana und Laura, alle zwischen 15 und 17, stellten sich als Versuchspersonen zur Verfügung. Diese Altersgruppe ist empfänglich und versiert im Umgang mit neumodischen Kulturtechniken. Als App wurde Dance it! verwendet, laut Beschreibung hat es etwas mit Tanz zu tun und kostet nichts.

Die erste Reaktion setzte nach 20 Sekunden ein. Onur zeigte auf Lauras iPhone, grölte etwas wie ,,Isch dä schwuul, haha…“. Adriano beugte sich vornüber, machte komische Geräusche. Laura grinste. Die anderen machten auf Smartphones rum, offenbar funktionierte es dort nicht.

Nach etwa zwei Minuten dann Geplapper. Geht es nicht auf Smartphones? Ist der Typ schwul? Was macht man damit? Zwei Mädels setzten sich später etwas ab, fingerten auf dem Display rum, machten seltsame Bewegungen. Valentina verabschiedete sich, Adriano wollte mir etwas erzählen oder zeigen, von wegen Hintern. Ich lehnte dankend ab. Eigentlich hatte ich genug Daten.

Apps wirken sich also direkt auf Emotionen und Verhalten aus. Auffallend ist der rasche Stimmungsumschwung in der Gruppe kurz nach Freisetzung des Stimulus. Die anschliessend eintretende Verhaltensänderung scheint sich je nach Geschlecht bzw. Nutzung der App zu unterscheiden.

Insgesamt eine besorgniserregende Entwicklung.

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