Rock the Ring: Musik im Ohr und Kuhscheisse in der Nase

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Fangen wir zuerst mit den negativen Seiten an: Wer gestern am Rock The Ring war, ist heute Morgen ziemlich sicher mit einem Sonnenbrand und einem Kater aufgewacht – bei mir war es jedenfalls so 😉

Zu diesem Zustand massgeblich beigetragen haben schon am frühen Abend die legendären Les Sauterelles. Die Beat-Band um Toni Vescoli spielten neben Klassikern auch Songs von ihrem brandneuen Album „Today“…. Okay so richtig brandneu ist das Album eigentlich nicht mehr. Aber wenn zwischen zwei Alben 45 Jahre liegen, kann man die neue Scheibe ja auch etwas länger als „brandneu“ bezeichnen.
Noch etwas länger zurück liegt ihr Auftritt als Vorgruppe von den Rolling Stones im Hallenstadion, der dann schlussendlich in Krawallen endete.
Hier noch ein kleines „Zeitdokument“ davon vom Radio Beromünster:

 

Ganz und gar ohne Krawalle ging es am Rock the Ring weiter.
Marc Sway verbreitete mit seiner Band ein bisschen Feel-Good Musik. Das passte ganz gut zum strahlend schönen Wetter und so konnte man darüber hinwegsehen, dass er irgendwie nicht so ganz ins Rock the Ring Line-Up passt.
Schlussendlich entwickelte sich Marc Sway zu einer würdigen Vorband für Alter Bridge.
Da ging von Anfang an ein anderer Wind durch die boxen… Leider ein zu starker Wind. Der war  Sound vor allem am Anfang zu grell und zu undefiniert. Schade um die vielen schönen Solis von Marc Tremonti.
Das Publikum bekam von Frontmann Myles Kennedy dann noch ein ganz spezielles Kompliment: Nirgends sonst auf der Welt, klatschen die Leute so schön im Takt, wie in der Schweiz! Tja, hätte er schon mal Hopp de Bäsä geschaut, wüsste er, dass „im Takt klatschen“ in unseren Breitengraden der drittbeliebteste Volks-Sport ist. Direkt hinter „mit grimmigem Gesicht ÖV fahren“ und „Aromat-Streuer nachfüllen“.
Zum Abschluss spielten sie dann den (nicht nur von mir) sehnlichst erwarteten Hit Rise Today und der hat alles wieder rausgezogen. Nur für den einen Song hätte sich der Abend schon gelohnt!

Vor den beiden letzten Acts war dann wieder mal Zeit für ein Bier. Und da muss gleich eines noch erwähnt werden: DANKE liebes OK, dass ihr auf den unmöglichen Depot-Quatsch verzichtet habt! Endlich mal keine Abzocke unter dem Littering-Vorwand! Einfach an den richtigen Orten grosse Kübel aufstellen und  es funktioniert. Es lag sicher nicht mehr Müll rum, als bei einem Event mit Depot-System.
Wer beim Anstehen schon ein Getränk dabei hatte, konnte das sogar mit auf das Gelände nehmen, nachdem es in einen Plastikbecher umgeleert wurde. Sehr fair!

Jetzt gings aber weiter mit Musik. Nachdem Gotthard die ganze Bühne mit Amps und Boxen zugestellt hatten, legten sie laut und offensiv los! Der neue Sänger Nic Mäder kann zwar ausser „Hopp-Schwiiz“ kein deutsch mehr, machte aber seine Sache trotzdem sehr gut. Und abgesehen von einem Stromausfall beim Intro von „Lift me up“ ging beim Gig eigentlich alles rund.

Wie man so schön sagt: Das Beste kommt zum Schluss. Bryan Adams zündete ein fast zweistündiges Hitfeuerwerk! Und obwohl ihm der Duft von „Cowshit“ etwas irritierte reihte er mit seiner Stimme, die so präzise war, wie ein Laserschwert Hits wie „Sommer of 69“ oder „All for Love“ aneinander.
Viel sagen muss man da eigentlich nicht. Ich finde, dieses Video fasst die Power, das Können und die Spielfreude  von Brian Adams und seiner Band gut zusammen:

Märä

Stieg einst von den hohen Glarner Bergen herunter in die Häuserschluchten Zürichs, um sich todesmutig in die Konzert-Locations in der Umgebung zu stürzen. Was dabei alles so passiert, liest man jeweils hier auf Bonz.ch. Ausserdem hört man mich ab und zu beim besten Radiosender der Welt: toxic.fm!

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