Konzertbericht: The Eagles

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Was mir letztens bei meinem Geburtstag angedroht wurde, war jetzt traurige Gewissheit: Ich werde langsam alt!
Denn heute habe ich zum ersten mal ein komplett bestuhltes Konzert im Hallenstadion besucht.

Die Stühle standen parat für die Fans der „Eagles„. Sie sind gerade auf ihrer „History of the Eagles“-Tour und haben dabei 41 Jahre ihrer Bandgeschichte in gut zweieinhalb Stunden Konzert-Zeit gepresst.

Es war eigentlich auch nicht  nur  Konzert, sondern eher eine Zeitreise. Die erste halbe Stunde sassen die Eagles ganz gemütlich auf alten Barhockern, Road-Cases oder direkt auf den kleinen Fender-Amps und spielten ihre ältesten Songs in einer Art Bandraum-Atmosphäre.

Der erste Bandraum war dann auch  ein Thema bei den vielen Geschichten, die zwischen den Songs von den Bandmitgliedern erzählt wurden. 1971 hatten sie ihr erstes Probelokal für 6 Dollar pro Tag gefunden. Es lag glücklicherweise direkt neben einem „Liquor Store“. Das ist in etwa so, wie wenn man heute einen Coop Pronto neben dem Bandraum hat – JACKPOT! 🙂

Jedenfalls hatte der Gig etwas von einem Musical. Einmal wurde sogar die Bühne umgebaut. Fast bei jedem Song sang ein anderes Bandmitglied und zwischen den Songs wurden immer wieder ein paar Anekdoten aus dem Bandleben der Eagles zum Besten gegeben.

Nach rund einer Stunde gab es eine Pause. Ja – richtig gelesen: Pause!
Vielleicht sind sich die Leute während der WM einfach daran gewöhnt, dass in der Halbzeit eine Pause fällig ist.
Vielleicht wollte die Band aber auch nur ihre Band-Pause von 1981 – 1994 damit darstellen.
Oder vielleicht sind es auch ganz einfach ein paar altersbedingte Blasenprobleme, die eine Pause aufzwingen.

Egal, der Mann mit der Frisco-Box hats gefreut.

Als die Pause dann vorüber war und jeder sein Glace in der Hand hatte, ging es dann etwas weniger schnulziger weiter. Die Band nahm langsam Fahrt auf und spielte jetzt die fetten Gitarrensolis.

Den grössten Hit sparten sie aber  für die Zugabe auf:

Und ganz ehrlich gesagt: Schon ein cooles Gefühl, diesen Song mal original und live gehört zu haben.

Darum war es doch ein ganz cooles Konzert und eine schöne Zusammenfassung der Geschichte der Eagles.

Märä

Stieg einst von den hohen Glarner Bergen herunter in die Häuserschluchten Zürichs, um sich todesmutig in die Konzert-Locations in der Umgebung zu stürzen. Was dabei alles so passiert, liest man jeweils hier auf Bonz.ch. Ausserdem hört man mich ab und zu beim besten Radiosender der Welt: toxic.fm!

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