Datenschutz: Auskunftsrecht und Löschungsbegehren – Deine Daten gehören Dir!

Private Auskunftsdaten ins Web zu stellen ist verboten. Und was viele immer noch nicht wissen, gemäss Datenschutzgesetz hat jede Person das Recht zu erfahren, welche Daten über sie gespeichert sind, und diese – wenn nötig – löschen oder korrigieren zu lassen! Dieses sogenannte Auskunftsrecht ermöglicht es, die Kontrolle über die eigenen Personendaten zu behalten. Das ist dir egal, denkst du? Was ist, wenn plötzlich private Daten von Dir im Netz auftauchen? Oder aber du in Online Shops nur noch per Vorauskasse bezahlen kannst? Genau, dann ist es dir dann nicht mehr egal. Darum hier eine Anleitung:

Das Problem
Du musst selber aktiv werden. Es braucht Ausdauer und v.a. schon fast detektivische Fähigkeiten. Es ist nicht immer einfach herauszufinden, woher diese Daten stammen. In der Schweiz stammen diese Daten jedoch meist aus Datenbanken der Firmen Moneyhouse und Schober. Und dagegen kann man sich wehren, aber wie anfangs erwähnt, du musst aktiv werden!

Das Auskunftsrecht
Gemäss Datenschutzgesetz hat jede Person das Recht zu erfahren, welche Daten über sie gespeichert sind. Der EDÖB (Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter) beschreibt auf der Webseite der Bundesverwaltung, wie das geht und stellt sogar Musterbriefe zur Verfügung. Dabei gibt es sogar verschiedene Vorlagen Allgemeine Begehren, Auskunftsbegehren bei Gemeinden, Kantone und Bundesbehörden, Auskunftsbegehren zur Videoüberwachung, Auskunkftsbegehren in Sachen Geld und Kredite, Auskunftsbegehren btr. Werbung und Spamming, Kundenkarten, Versicherung und Ärzte, Telekommunikation, Personalwesen und Arbeitslosigkeit, Wohung und Hausmiete, Google Streetview  und zu guter Letzt Auskünfte btr. Dublin / Schengen Abkommen.

Das Löschungsbegehren

Auf all den verlinkten Seiten finden sich auch gleich Musterbriefe für einen Löschungsantrag. Und weil der EDÖB die Firma Moneyhouse so fest lieb hat, hat er auch gleich extra Webseite für die Firma Moneyhouse gemacht.

Ich hoffe, ich konnte helfen. Doch nun noch zum interessanten Teil:

Wie gelangen die Daten überhaupt zu den Firmen wie Online Shops, Krankenkassen etc?
Unter anderem gibt die Swisscom rsp. die Publigroupe und die Post Datensätze heraus. Dazu kommen gesammelte Daten aus Wettbewerben, internen Datenbanken und: manuell erhobene Daten. Datenhändler fahren die Strassen ab, und notieren sich von Hand zum Beispiel Häuser, in denen ein grosses Auto steht (viel Vermögen) oder Häuser, die verlottert aussehen (arme Menschen). Bald werden aber noch mehr Daten hinzukommen, zum Beispiel Metadaten wie geodaten in Fotos beispielsweise. Also der geografische Ort, wo ein Foto aufgenommen wurde aber auch die Uhrzeit etc. Das alles richtig kombiniert kann dann dazu führen, dass du eine höhere Krankenkassenprämie als dien Nachbar bezahlen musst, kein Handyabo mehr kriegst oder in gewissen Online Shops nur noch per Vorauskasse bezahlen darfst.

Grafisch dargestellt verläuft der Handel inetwa so:

datenschutz

Wie gesagt, es sind nicht einzelne Datensätze. Einzelne Datensätze werden geschickt miteinander kombiniert und dann weiterverkauft. Ein Beitrag über Big Data und insbesondere den Fall Moneyhouse und Schober beim SF. Schon ein Jahr alt, aber das Problem ist aktueller denn je:

Christian Mäder

BITLAKE | Content Distribution

2 Gedanken zu „Datenschutz: Auskunftsrecht und Löschungsbegehren – Deine Daten gehören Dir!

  • 28. Juli 2014 um 23:15
    Permalink

    Ich finde Datehandel super. Es git gnueg Junkies und Drögeler wo mit Gfälschte Briefchaste Adresse bi Zalando iichaufed und so de Wirtschaft schadet

  • 29. Juli 2014 um 00:56
    Permalink

    Du verwechselst hier Datenhandel mit Identitätsdiebstahl. Ausserdem schadet eine solche Aktion der Wirtschaft in etwa 0,0%.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

X