Konzertbericht: ScreaMonday

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Als ich gestern kurz vor 8 beim Komplex ankam, war die Schlange vor der Dönerbude länger, als die Schlange vor dem Komplex Klub. Das lag vor allem daran, dass sich gerade die gesamte Stage-Crew mit Döner und Pizza eindeckte. Da musste man beim Letzi-Kebab schon den ganz grossen „Vielscharf“-Kübel auspacken.

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Nicht nur Vielscharf, sondern auch viel Energie brauchten die (mehr oder weniger) diplomierten Bühnentechniker auf jeden Fall. Das Programm war hart: 4 Bands mit durchschnittlich je 5 Bandmitgliedern innerhalb von 3 Stunden. Was für uns Zuschauer ein wunderbares Abwechslungs-Feuerwerk ist, bedeutete auf der Bühne permanenten Umbaustress. Es ist ja nicht so, dass die Band mit 2 akustischen Gitarren, einer Harfe und zwei Rasseln auf die Bühne kamen. Nein, da wurden die grossen Amps aufgefahren, die dicken Saiten aufgespannt und die grössten Base-Drums hingestellt.

Upon This Dawning aus Italien waren dann die ersten, die bereits um 8 beginnen mussten. Und siehe da: Bereits nach 15 Minuten wirbelte der erste Circle Pit durch den Komplex Klub. Mir wurde schlagartig klar, warum die „Hardcore-Fans“ in kurzen Hosen angereist waren. In der Fallout-Zone der Bühne war Hochleistungs-Sport angesagt.

Zweite Band war dann Polar aus England. Sie waren schneller, lauter und „schrei-iger“ also Upon This Dawning. Erinnerte mich irgendwie an die Landung Alliierten in der Normandie – nicht dass ich dabei gewesen wäre, aber so ähnlich hat’s da wahrscheinlich getönt.

Am meisten geflasht hat mich an diesem Abend definitiv  More than a Thousand  aus Portugal. Metalharte Strophen wechselten sich mit melodiösen Refrains ab. Wirklich cooler Sound! Aus meiner Sicht haben sie den Headlinern   Betraying the Martyrs    definitv den Rang abgelaufen! Natürlich Betraying the Martyrs    als Headliner noch ein bisschen extra Licht und ein paar extra Dezibel zugute. Aber mir war dann das ganze „gekeyboarde“ irgendwie zu laut. Aber ja, Musik ist halt Geschmacksache.

Es war definitiv wieder ein interessanter Abend  mit der  Erkenntnis: Es gibt nichts besseres, als unverhofft Konzerte von Bands zu besuchen, die man noch nicht kennt!

Märä

Stieg einst von den hohen Glarner Bergen herunter in die Häuserschluchten Zürichs, um sich todesmutig in die Konzert-Locations in der Umgebung zu stürzen. Was dabei alles so passiert, liest man jeweils hier auf Bonz.ch. Ausserdem hört man mich ab und zu beim besten Radiosender der Welt: toxic.fm!

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