Rock The Ring: Samstag

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Heute gab’s was zu feiern am Rock The Ring! Nämlich den 40. Geburtstag von Florian Ast. Er gab sich das Geburtstagsständchen mit seinem Auftritt gleich selbst (sonst hätte es nämlich eh niemand gemacht). Ich selber glänzte  während seiner Geburtstagsparty noch  durch Abwesenheit. Torte gab’s nämlich keine und ausserdem war ich nach wie vor der Meinung, dass der Flöru so gut ans Rock the Ring passt wie Slayer ins Musikantenstadl.
Für mich ging der zweite Rock the Ring Tag darum mit den Hooters los. Wer dabei an fette Chickenwings und scharfe Kellnerinnen denkt (…oder waren es scharfe Chickenwings und fette Kellnerinnen…?), lag natürlich komplett falsch!
Die Hooters sind eine amerikanische Rockband, gegründet 1980 und können sich dank Hits wie Johnny B. oder 500 Miles bis heute ein Leben in Saus und Braus leisten.

Ausserdem waren sie mir besonders sympathisch, weil sie bei einigen Songs eine Handorgel benutzten. Gerüchten zufolge haben sie die hinter der Bühne nämlich  Florian Ast stibitzt, als der sich gerade die letzten Tortenfetzen aus dem Gesicht wischen musste (offenbar gab es also doch Torte!).

Solchen Kinderkram hatte Roger Hodgson natürlich nicht mehr nötig.

Kurz vor seinem Auftritt prüfte ein Regenschauer mit einigen Windböen die wetterfestigkeit der Zuschauer. Das hinderte die Stage-Crew von Roger Hodgson nicht daran, weiter fleissig Plastikpalmen auf die Bühne zu karren. Es war schon ein bisschen ein komisches Bild. Das ganze Publikum eingehüllt in Pelerinen oder Regenjacken und auf der Bühne Roger Hodgson, der inmitten von Palmen seine Hits zum besten gab!

Trotz der kurzen Wetterkapriolen war das Gelände aber mittlerweile gut gefüllt (was man vom Dürüm vom Dönermeister-Stand definitiv nicht behaupten konnte)
Ãœber 12’000 Besucher wollten sich die unzähligen Hits von Supertramp, resp. Roger Hodgson nicht entgehen lassen. Hier stellvertretend einer davon:

Anschliessend ging es gleich weiter mit der nächsten Hit-Schleuder: Toto! Das bedeutete wieder mehr Stromgitarre, flankiert von zwei E-Pianos. Rückendeckung gab es von Drums und Percussion der besten Sorte!

Ihr Sound könnte eigentlich 1:1 in ein Musical übernommen werden. Die Songs haben so viele verschiedene Facetten und eine eigene Dramaturgie.

Obwohl die Musiker nicht mehr ganz so frisch aussahen, haben sie von den musikalischen Qualitäten nichts verloren. Der Sound tönte wie auf der CD und das war auch der Grund, warum es für Billy Idol ein bisschen Eingewöhnungszeit brauchte. Vom aufpolierten, verspielten Rock ging es nun zum schnörkellosem Punk. Obwohl Billy Idol keinesfalls und ungehobelter Punker ist sondern eher ein punkiger Entertainer. Nach 2-3 Songs hat er sich sogar artig namentlich bei den Bands, die vor ihm spielten bedankt (Florian Ast hat er dabei aber nicht erwähnt – diese Tatsache lasse ich jetzt einfach mal so im Raum stehen).

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Zum Schluss des Abends erhöhte er also mit seinen zahlreichen Hits den Puls beim Publikum – das war auch bitter nötigt, denn mittlerweilen konnte man seinen eigenen Atem sehen. Es war arschkalt. Zeit, sich langsam auf die (für heute zu dünnen) Socken zu machen.

Am Sonntag sollte es eh wieder heisser werden – sagt nicht unbedingt der Wetter-Bericht, dafür aber das Line-Up

Cu there!

Märä

Stieg einst von den hohen Glarner Bergen herunter in die Häuserschluchten Zürichs, um sich todesmutig in die Konzert-Locations in der Umgebung zu stürzen. Was dabei alles so passiert, liest man jeweils hier auf Bonz.ch. Ausserdem hört man mich ab und zu beim besten Radiosender der Welt: toxic.fm!

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