7 (noch) unbekannte Bands die man kennen MUSS!

Diese Bands wurden hier noch nie verlinkt, das muss ich ändern. Sofort. Denn diese Bands sind vielleicht in der Schweiz (noch) nicht bekannt. Trotzdem könnte es sich lohnen, mal reinzuhören:

Turbostaat – tolle Texte zu schnellen Beats

Die Punkrockband aus dem Norden Deutschlands besteht seit 1999. Ich habe sie mehrfach gesehen und bin überrascht, wie prägend das Schlagzeug für eine ganze Band sein kann. Die allgemein sehr minimalistisch ausgerüstete Musikgruppe spielt einen klaren Punk mit flotten Schlagzeugbeats, die die Eigenart der Band ausmachen. Aufmerksam geworden bin Ich auf die Truppe durch Lieder wie „Tut es doch weh“ und „Stadt der Angst„, wobei mich auch die Texte beeindruckt haben, die sich mir nicht unbedingt immer beim ersten Hören erschlossen haben und Platz zum Interpretieren bieten. Ich kann nur sagen: Wer bei Turbostaat nicht zumindest reingehört hat, der verpasst etwas.

Wanda – Charmeoffensive aus Wien

Wenn ich die Band mit einem Wort zusammenfassen und beschreiben sollte, dann wäre das wohl das Wort „Amore“. Nicht nur, dass es die Parole und zugleich der Titel des einzigen Albums der Österreicher ist – auch das Hören der Lieder spiegelt die Emotionen wider, die die fünf Männer in die Titel gesteckt haben. Einordnen kann ich Wanda in die Sparte Pop, wobei deutliche Einflüsse von Indie-Rock und auch dem klassischen Rock ‘n‘ Roll zu erkennen sind. Die rauchige Stimme des Sängers, außergewöhnliche Keyboardpassagen und eine schroffe Gitarre ergeben zusammen eine tolle Kombination, die durch den wohlklingenden österreichischen Dialekt abgerundet wird. Ich kann besonders Titel wie „Bologna“ und „Auseinandergehen ist schwer“ empfehlen. In Deutschland ist der Band der Durchbruch zwar noch nicht vollständig geglückt, in Österreich sieht dagegen es schon etwas besser aus. Einen Konzertbesuch kann Ich aber nur empfehlen, es lohnt sich!

Twenty One Pilots – zwischen Ballade und Elektro-Rock

Diese US-amerikanische Band, die seit 2009 besteht, ist bezüglich ihres Genres schwer einzuordnen. Ich würde sagen, dass es sich hierbei um eine Mischung aus Rock und Indie-Pop handelt, wobei durchaus elektronische Klänge und auch Rap-Passagen einfließen. Daraus entwickelt sich eine ganz neue Musikrichtung, die eine ganz besondere Eigendynamik entfaltet. Sowohl Balladen als auch kräftige Rocksongs gehören zum Repertoire, wobei die unterschiedlichen Richtungen dennoch sehr passend und harmonisch auf einem Album zusammenwirken. Am besten zeigt sich dies im Song „Radio Car“, das recht ruhig beginnt. Nach einer Weile wird der Cross-Over-Charakter der Band deutlich, und es entsteht ein Song, der durch elektronische Klänge ein gewisses Rave-Potenzial entwickelt. Hierbei muss Ich anmerken, dass die Basis von Twenty One Pilots gerade einmal aus zwei Leuten besteht – Gesang und Klavier zum einen und Schlagzeug zum anderen. Diese Band kann ich Leuten ans Herz legen, die auf der Suche nach etwas Besonderem und Neuem sind.

Vierkanttretlager – jugendliche Sprachgewalt

Vierkanttretlager ist eine Band aus Husum, die sich 2007 gegründet hat und sich überwiegend dem Indie-Rock verschrieben hat. Momentan hat sie drei Mitglieder, die sich auf den Gesang, die Gitarre und das Schlagzeug verteilen. Die Texte sind präzise, aussagekräftig und regen zum Nachdenken an. Hier wird allein der Text schon zur Kunst. Ich habe nicht sofort vermutet, dass es sich um etwa 20-jährige, nordfriesische Männer handelt. Im Grunde machen sie bodenständige Musik mit schroffen Gitarrenklängen. Auch ein Vergleich mit Tocotronic ist genretechnisch möglich. Meine Empfehlung: Reinhören, ausprobieren und genießen.

.. und hier noch Hooligans feat. Casper

Le fly – Musikalische Vielfalt aus Hamburg

Meiner Meinung nach hat diese Band deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient, als ihr momentan zuteilwird. Die Hamburger spielen eine interessante Kombination aus Rock und Rap. Schlagzeug, Gitarre, Gesang, Bassgitarre und zusätzliche Blasinstrumente sind die Hauptbestandteile der Band. Die jungen Männer haben einen klaren Auftrag: Gute Stimmung verbreiten. Was auf der CD schon für gute Laune sorgt, entwickelt auf einem Konzert oder einem Festivalauftritt die volle Wucht und führt dazu, dass man sich zur Musik bewegen muss. Ich habe Le fly schon mehrfach gesehen und sogar persönlich nach einem Auftritt auf einer kleinen Veranstaltung getroffen und bin immer wieder erneut begeistert. Die Jungs machen nicht nur tolle Musik, sondern sind auch äußerst gesprächig und für eine kurze Unterhaltung zu haben. Zusätzlich finde Ich es lobenswert, dass sich die Band großartig für soziale Projekte einsetzt, die sich die Wasserversorgung für alle zum Ziel gesetzt haben. Unbedingt reinhören!

Couch Club – klassischer Rock mit Ambitionen auf mehr

Eine weitere Band aus Norddeutschland, die einen Versuch wert ist. Bei Couch Club handelt es sich um eine Band, die noch nicht hauptberuflich Musik macht und somit eher eine Art Underdog im Bereich der Punk- und Rockmusik darstellt. In Erscheinung getreten ist die Gruppe, als sie einen Musikwettbewerb gewonnen hat und dadurch die Möglichkeit erhielt, das Reload-Festival in Sulingen eröffnen zu können. Wer also auf der Suche nach bodenständigem, deutschsprachigem Rock ist, der wird bei diesen fünf Jungs fündig.

Blood Red Shoes – englisches Power-Duo

Den Abschluss der kleinen Zusammenstellung bildet die Band „Blood Red Shoes“ aus England. Die zwei Musiker, die sich beide die Gesangsrolle teilen, produzieren hauptsächlich Alternative-Rock und werden teilweise auch in die Sparte des „Garagen-Punk“ eingeordnet – was allerdings keinesfalls negativ gemeint ist. Ich muss sagen, dass es beeindruckend ist, was für einen vollkommenen Klang und runden Sound nur zwei Musiker mit ein paar zusätzlichen Effektgeräten produzieren können. Bezeichnend für ihre Art Musik zu machen sind vor allem klassische und harte Gitarrenriffs, durchdringende Schlagzeugrhythmen, wobei sich melodischer und ruhiger Gesang mit lautem und wachrüttelndem Schreien abwechselt. Ich muss sagen: tolle Musik mit kleinem Suchtfaktor.

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