Halestorm in tha Club!

Seit langem gab’s wiedermal ein Rock-Konzert im Plaza-Klub am edlen Ende der (früher mal) verhurten Langstrasse. In solchen Gegenden muss man sich natürlich nicht wundern, wenn man mit der Bachelorette Zaklina und ihrem neuen Lover Tram fährt. Der Michael geht übrigens an Krücken, hat also neben seiner bekannten Dialekt- nun offenbar auch eine Fussverstauchung. Warum habe ich von 20min deswegen eigentlich noch keine Push-Meldung bekommen??
Aber verlassen wir das Gossip-Terrain wieder und widmen uns dem Hard-Rock. Der fand heute wie gesagt im Plaza-Klub statt, der am Wochenende mit angesagten Warteschlangen um den Block auf sein hippes Programm aufmerksam macht. Diese Warteschlangen-Tradition hielt man heute auch für uns aufrecht – na gut, immerhin holte man sich beim Anstehen keinen Sonnenbrand.
Glücklicherweise ging der Einlass relativ schnell, denn wer heute die Vorband verpasst hat, darf sich mit gutem Gewissen in den Arsch beissen. RavenEye aus England eröffneten um halb 8 und versprühten den Rock im Saal wie eine aufgeschnittene Hauptschlagader Blut verspritzt. Leider war die Stimmung zu diesem Zeitpunkt – genau wie das Bier – lauwarm.
Trotzdem: Ich hab eine neue Lieblingsband.

Zur besten Sendezeit war dann Lizzy Hale und ihre Mannen bereit, den Saal zu rocken. Das machten sie auch, so gut es ging, aber meiner Meinung nach ist das Plaza halt eher ein Klub und weniger eine Konzertlocation. Lizzy’s Bruder Arejay erreichte auf seinem Drum praktisch unverstärkt schon locker die erlaubten 100DB, womit dann die Möglichkeiten der Soundmischung schon recht limitiert sind. Der Halestorm-Sound kam leider nicht so druckvoll an, wie er eigentlich ist. Lizzy’s Bühnenpräsenz machte aber einiges wieder wett und darum reichte es trotzdem immer noch für eine gute Rock-Party im ausverkauften Plaza. Neben ihrer Hammer-Stimme macht man ihr auch auf der Gitarre (die sie übrigens nach JEDEM Song wechselt – naja, andere Frauen sammeln dafür Schuhe) nicht’s vor. Das unterstreicht auch der “Dimebag Darrell Shredder Of The Year Metal Hammer Golden Gods Award“ (ganz schön langer Titel), den sie am Montag verliehen bekam.
Nach 90 Minuten schlossen Halestorm ihr Set dann mit ihrem Überhit „I Miss the Misery“ ab. Danach war Schluss – ohne Zugabe – warum auch? Man kann sein Pulver auch verschiessen, ohne dass man vorher das kindische Rausklatsch-Spielchen spielt. Tja, dafür war man dann auch früh wieder draussen. Wenn’s nicht schon wieder in strömen geregnet hätte, wäre es wahrscheinlich noch hell gewesen 😉

Märä

Stieg einst von den hohen Glarner Bergen herunter in die Häuserschluchten Zürichs, um sich todesmutig in die Konzert-Locations in der Umgebung zu stürzen. Was dabei alles so passiert, liest man jeweils hier auf Bonz.ch. Ausserdem hört man mich ab und zu beim besten Radiosender der Welt: toxic.fm!

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