Rock the Ring: Freitag

Am liebsten wollte man ihn umarmen und küssen! Ohne ihn wäre die 3. Rockt the Ring Ausgabe schon vor Beginn zum Scheitern verurteilt gewesen. Doch dank ihm war das Openair in trockenen Tüchern. Darum nochmals Danke, lieber Asphaltboden!
Dank ihm als Fels in der Brandung ist das Gelände auch nach den letzten Tagen immer noch geradezu feudal begehbar. Feudal ist mittlerweile übrigens auch das Ticketangebot: Golden Circle, VIP, Hot Place, Firmenlounge – am Rock the Ring gibt es bald mehr Ticket-Kategorien als in gewissen Kaffeehäusern Kaffeesorten.
Die Sonne schien dann aber doch noch für alle und beleuchtete auch gleich Stefanie Heinzmann während ihres ganzen Konzerts.

© Tobias Marti
© Tobias Marti

Ihre Musik mag nicht Rock sein, ihre Stimme rockt aber definitiv. Sie zauberte auch dicksten Rockerarmen eine Hühnerhaut über den tätowierten Totenkopf.

Als nächstes kam Marillion auf die Bühne. Damit war es auch Zeit für’s Znacht oder einen Schwatz oder eine Riesenradfahrt.

© Tobias Marti
© Tobias Marti

Marillion war heute der Facebook-Freund, den man leider aus versehen eingeladen hatte und der dann tatsächlich auch noch auftaucht. Nichts gegen ihre Musik, aber auf sie hat heute offenbar einfach niemand gewartet – dabei hatten die ja auch mal einen grossen Hit.

Umso mehr wurde jedoch der Auftritt von Queen (jaja, ich weiss UND Adam Lampert) erwartet. Schon um 21:45 kündigten sphärische (Wal?)-Klänge und dezentes Lichtspiel auf der Bühne Grosses an. Mit etwas Verspätung fiel dann der Vorhang und Queen legte mit One Vision gleich mal einen Knaller hin. Die Verspätung kam übrigens zustande, weil Sänger Adam Lampert hinter der Bühne noch ein paar Nieten an seine Jacke schweissen musste – offenbar musste es so schnell gehen, dass er beim ersten Song noch die Schweisserbrille montiert hatte.

© Tobias Marti
© Tobias Marti

Wow, Queen legte eine super Performance hin – aber da war doch noch was? Ah ja: Der Scheiss-Sommer. Wolkenbruch und Blitzgewitter liessen das Publikum in ihren verschiedenfarbigen Regenponchos aussehen wie ein Haufen Kondome (Zitat: Adam Lampert). Egal, an den Regen müssen wir uns wohl auch dieses Wochenende gewöhnen – oder vielleicht schaffen es ja heute die Scorpions mit ihrem Wind of Change die Wetterlage zu drehen?

Märä

Stieg einst von den hohen Glarner Bergen herunter in die Häuserschluchten Zürichs, um sich todesmutig in die Konzert-Locations in der Umgebung zu stürzen. Was dabei alles so passiert, liest man jeweils hier auf Bonz.ch. Ausserdem hört man mich ab und zu beim besten Radiosender der Welt: toxic.fm!

2 Gedanken zu „Rock the Ring: Freitag

  • 18. Juni 2016 um 18:03
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    Niemand war wegen Marillion da? Stimmt überhaupt nicht. Ich war hauptsächlich wegen Marillion im Golden Cirlce und war absolut begeistert. Braucht eine Band Radio Hits, damit sie beim Publikum ankommt? Irgendwie bedenklich. Das alle den straighten Rock von Queen abfeiern war natürlich klar. Die haben ja ihre Hits, da kann jeder mitklatschen und mitsingen. Bei Marillion muss man halt die Musik hören um auch in den Live Genuss zu kommen. Immerhin produzieren die immer noch Platten, wo hingegen Queen immer die gleichen Songs seit zigg Jahren spielt.

  • 19. Juni 2016 um 08:37
    Permalink

    Ich war auch für Marillion da, war aber weiter hinten (nicht im Golden Circle) und muss sagen, da hat es wirklich niemanden interessiert. Alle waren die ganze Zeit am reden und haben überhaupt nicht migemacht. Schade!

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