13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi

Nach verlorenem Krieg in Vietnam war es schwierig, die amerikanische Jugend fürs Militär zu begeistern. Dies änderte sich schlagartig, als 1986 der Film Top Gun durch die US-Kinos donnerte. Tom Cruise begeisterte als F14 Pilot. Kein Wunder, waren doch die Kameras an den ausgeklügeltsten Orten angebracht: Im Cockpit, auf den Flügeln und was auch neu war, gefilmt wurde auf einem echten Flugzeugträger mit echten Flugzeugen. Und siehe da, die jungen Menschen fanden das Militär plötzlich wieder cool. Heute werden vermehrt Ego-Shooter als Employer Branding Instrument fürs Militär eingesetzt. Und natürlich die Filme von Michael Bay.

Trailer 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi

Mit 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi ist dem Transformers-Haudegen ein wuchtiger Action-Knaller gelungen. Eine Special Einheit an US-Söldnern muss darin den Botschafter und einige CIA-Agenten aus einer provisorischen Kommandozentrale retten. Viel Zeit für die Entwicklung der Charakteren bleibt nicht; es wird von Anfang an scharf geschossen. Mainstream, mit grossem Geschütz aufgefahren. Warum und wer mit wem wird nicht erklärt. Männer mit Waffen, dem muss ja auch nichts mehr hinzugefügt werden. Trotz Action ist dieser Streifen sehenswert und widerspiegelt vor allem folgendes: Die Lage in Benghazi ist unübersichtlich. Dabei gibt es einige nennenswerte Nuancen, welche die Absurdität des Konflikts unterstreichen: Beispielsweise der Moment, als ein Kommandant der pro-amerikanischen Rebellen – mitten im Gefecht notabene — kurzerhand ein Oberhaupt der Angreifer per Handy anruft, „man kenne sich ja schliesslich“. Und dann sind da auch noch die Verständigungsschwierigkeiten. Erwähnenswert auch die Szene, als einer der Protagonisten eine Kontaktlinse verliert: “ F***, ohne Kontaktlinse kann ich nicht kämpfen”. Derartige Intermezzos zusammen mit der dumpfen Zeichnung des kompletten Durcheinanders geben diesem Streifen einen Funken Realismus.

Ansonsten ist der Film ein reiner Action-Knaller: “Am besten töten wir gleich alle”. Es wird geballert was das Zeug hält, dennoch bleibt der Shooter bis zum Ende spannend. Insbesondere die Gefechte mit Leuchtspurmunition und Nachtsichtgerät sind spektakulär inszeniert und wird wohl nicht nur Gamer begeistern. Frauen und Yale-Absolventen werden zu Statisten degradiert und die Schafe auf der Weide bleiben für einmal Schafe. Wobei das weiss man eben nicht so genau. Man würde ja gerne alle töten aber die Lage ist derart unübersichtlich… es bleibt nur der Rückzug auf Gebäude A, B und C. Und das Vertrauen auf Kamerad, Ausrüstung und Ausbildung.

Dieser Film hat zudem eine politische Komponente: Die Geschichte ist in etwa so passiert, das Drehbuch ist stark an das Sachbuch: “13 Hours: The Inside Account Of What Really Happended in Benghazi” angelehnt. Einem Desaster, bei welchem die damalige Aussenministerin Hillary Clinton Mitschuld nachgesagt wird. Und Hillary kandidiert bekanntlich ja bei den Wahlen als nächste US-Präsidierende(r).

13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi
Von links nach rechts: David Denman spielt Dave „Boon“ Benton, John Krasinski als Jack Silva, Pablo Schreiber als Kris „Tanto“ Paronto und Max Martini aka Mark „Oz“ Geist in 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi from Paramount Pictures und 3 Arts Entertainment / Bay Films.

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