Openair Gampel: Fremde Kulturen in fernen Tälern – oder doch nicht?

Auch in diesem Jahr zählte das Openair Gampel wieder über 100’000 Besucher. Wer nicht selber dort war, hat heute ziemlich sicher bei der Arbeit oder in der Schule jemanden getroffen, der einem vorschwärmt, wie geil es wieder mal war.
Und ganz speziell beim Gampel: Die Berichte über die fremde Spezies der Walliser! Vielleicht gibt es heute Abend in dem einen oder anderen Gemeindehaus sogar eine Diaschau mit dem Titel: „Das Partyverhalten fremder Völker in fernen Tälern“.
Zugegeben: Nirgendwo sonst kann man auf dem Openair-Gelände trotz Glasverbot ganze Weinflaschen kaufen. Nirgendwo sonst drücken dir wildfremde Leute einfach so ein Bier in die Hand! …ja und nirgendwo sonst kotzen dir so viele wildfremde Leute vor die Schuhe.
Aber wenn der Sänger auf der Bühne ruft: „Alle Walliser Hände in die Luft!“, dann gehen doch erstaunlich wenig Hände hoch. Gut, böse Zungen sagen jetzt, dass die Walliser schon lange zu besoffen waren, um die Hand zu heben. Aber vielleicht liegt’s auch an etwas anderem: Nämlich am Walliser-Party-Myhtos.
Der Mythos „iischi Party“ schweisst das Partyvolk zusammen, egal ob man nun Walliser ist, oder für ein Wochenende so tun will, wie wenn man auch so ein cooler Walliser wäre.
Für diesen feierwütigen Menschenknäuel gibt es wie jedes Jahr eine bunte Musikmischung aus Old but Gold, aktuellen Hits und zu guter Letzt Ü-2Promille-Partyhits.
Und weil wegen diesen Promille-Hits die Erinnerung ans Openair Gampel schon wieder langsam schwindet, gibt’s nur eines. Sich auf das nächste Gampel freuen. Und das ist vom 17.-20. August 2017.

Märä

Stieg einst von den hohen Glarner Bergen herunter in die Häuserschluchten Zürichs, um sich todesmutig in die Konzert-Locations in der Umgebung zu stürzen. Was dabei alles so passiert, liest man jeweils hier auf Bonz.ch. Ausserdem hört man mich ab und zu beim besten Radiosender der Welt: toxic.fm!

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