Bonaparte mit Protestsong: White Noize

Bonaparte meldet sich zurück. „White Noize“ heißt seine neue Single, die heute in Form von zwei Tracks erscheint und genau hier und jetzt richtig ist. Mastermind Tobias Jundt zeichnet ein poetisches Stilbild unserer Zeit über das Gefühl der Betäubung als Mensch vor dem politischen Hamsterrad der sich ewig wiederholenden Geschichte.

„It’s quite a bloody mess in here and no one feels responsible“ – Tobias Jundt

„It’s quite a bloody mess in here and no one feels responsible“, kritisiert Jundt und singt von „cocaine cowboys and the wall street vampires“. Es ist ein bittersüßes, soundgewordenes Portrait der Gegenwart, das er dort zeichnet und dabei musikalisch doch eher ruhigere, ja fast einlullende Töne anschlägt. „White Noize“ ist eine Mixtur aus messerscharfer Kritik und einer nüchternen Analyse der gegenwärtigen Stimmung in der Welt. Die Trump-Karrikatur auf dem Single-Cover ist dabei natürlich alles andere als zufällig gewählt.

Ob dieser Song auch ein Vorbote auf ein neues Album ist, darüber hält sich Tobias Jundt bisher zurück und erklärt: „White Noize ist jetzt. Ist 2016. Der Titel muss jetzt in die Welt.“ Wir können dem nur zustimmen und hoffen auf mehr.

Mitgewirkt an „White Noize“ hat übrigens kein geringerer als Siriusmo, der Moog, Synthesizer und Bass beisteuerte. Tobias Jundt selbst übernahm Vocals, Guitars und Piano sowie auch Bass und Synthesizer. Aufgenommen wurde der Track in Berlin, Wellington und New York. Die B-Seite der Single „Nobody Under the Sun“ entstand unter anderem in Zusammenarbeit mit Kid Simius, mit dem Jundt zuletzt als Mule & Man auf Tour war.

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