Santa Clarita Diet – Nichts für schwache Nerven

„Santa Clarita Diet“, eine Eigenproduktion des Video-on-Demand-Anbieters Netflix, ist definitiv nichts für sensible Mägen. Die erste Staffel umfasst zehn Folgen; Netflix verkündete im März 2017 die Fortsetzung. In den Hauptrollen sind Timothy Olyphant und Drew Barrymore zu sehen.

Wo – zum Teufel – liegt Santa Clarita?

Sheila (Drew Barrymore) und Joel (Timothy Olyphant) sind zwei Immobilienmakler, die schon seit Jahren verheiratet sind. Sie leben in Santa Clarita, einem kleinen Vorort von Los Angeles. Der Vorort ist genauso langweilig wie ihr Leben – die routinierten Abläufe beherrschen die Tage der Immobilienmakler. Überraschungen? Fehlanzeige! Spannende Wendungen? Nicht in Santa Clarita. Joel, der sich mit seinem langweiligen Leben abgefunden hat, muss jedoch feststellen, dass seine Frau anders wurde. Plötzlich hat Sheila einen nicht zu bändigenden Appetit auf Menschenfleisch! Doch wie soll der Hunger gestillt werden? Am Ende kann man doch keine Menschen töten – oder doch?

Zuerst ist klar, dass die Bösewichte gefressen werden können. Doch wer entscheidet, ob es sich um einen Bösen oder Guten handelt? Joel wird immer misstrauischer – kann er überhaupt einen Menschen töten? Es müssen also die Aufgaben verteilt werden: Während Joel recherchiert, ist Sheila für den groben Teil zuständig. Die Recherche führt Joel auch in den örtlichen Esoterik-Laden. Dabei entdeckt er einen artverwandten Mythos aus Serbien. Findet Joel die Antwort auf die Frage, warum seine Frau plötzlich Lust auf Menschenfleisch bekommen hat?

Viel Comedy, viel Horror – eine gute Mischung?

Die ersten Minuten erinnern an den Beginn einer klassischen Vorstadtsatire. Doch Victor Fresco, der Autor von „Santa Clarita Diet“, hat sich für einen anderen – einen eher blutigeren – Weg entschieden. So wühlt sich Drew Barrymore durch Eingeweide, trinkt Blut und nagt an menschlichen Knochen. Das mag für viele Zuseher verstörend sein – da hilft auch nicht die Extra-Portion Humor. Fakt ist: So eine Serie hat es, zumindest bis jetzt, noch nicht gegeben. Wer einen guten Magen hat und finstere Witze liebt, der wird begeistert sein. Vor allem, weil Barrymore und Olyphant unglaublich gut spielen. Vor allem die Entwicklung der Charaktere – zuerst noch etwas vorsichtig, dann ultra-brutal – zeigt, dass die Macher auch in die Tiefe gehen.

Nicht nur für Genre-Fans

„Santa Clarita Diet“ mag zwar eine Mischung aus „Zombieland“ und „My Name is Earl“ sein, was wohl auch daran liegt, weil Fresco der Erfinder von „Earl“ ist, spricht aber durchaus Comedy- und Horror-Fans gleichermaßen an. Zu beachten ist jedoch, dass „Santa Clarita Diet“ keine klassische Horrorkomödie ist – es ist eine bitterböse Serie, die Unmengen Kunstblut braucht. Wer einen sensiblen Magen hat, sollte sich die Zombie-Barrymore lieber ersparen.

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