Band of Brothers

„We few, we happy few, we band of brothers“, so heißt es in William Shakespears „Heinrich V“. In die deutsche Sprache übersetzt bedeutet dieser Ausspruch in etwa: „Uns wenige, uns beglücktes Häuflein Brüder“ und ist die Vorlage für den Titel der HBO-Serie „Band of Brothers“. Die in zehn Episoden aufgeteilte Miniserie behandelt Geschehnisse aus dem Zweiten Weltkrieg zwischen 1942 und 1945. „Band of Brothers“ ist an das gleichnamige Buch von Stephen Ambrose angelehnt und erzählt die Geschichte aus Sicht der amerikanischen Soldaten. Mit Steven Spielberg und Tom Hanks, der als britischer Offizier einen Cameo-Auftritt hat, hat die Serie außerdem zwei prominente Produzenten.

Die Handlung startet im Jahr 1942 mit der Grundausbildung der „Easy Company“, einem Fallschirmjägerregiment der US-Army, das auf den D-Day, die Landung in der Normandie, vorbereitet werden soll. Die Soldaten leiden dabei unter dem unnachgiebigen Captain Sobel, der sie regelmäßig und in voller Montur auf einen Berg marschieren lässt. Er erteilt harte Strafen für kleine Vergehen und seinem Vertreter, Lieutenant Winters, wird langsam klar, dass Sobel als Befehlshaber vollkommen ungeeignet ist. Winters legt sich mit seinem Chef an und trägt die Auseinandersetzung bis vor das Kriegsgericht – denn auch die Soldaten wollen nicht unter der Führung Sobels in den Krieg ziehen.

In den folgenden neun Episoden, die alle etwa eine Stunde lang sind, verschlägt es die „Easy Company“ an verschiedene Schauplätze des Krieges: Nach der Landung in der Normandie nimmt sie an der Schlacht in den Ardennen teil, erlebt den Horror eines Konzentrationslagers hautnah und ist schließlich auch bei der Besetzung von Hitlers Hauptquartier im bayerischen Berchtesgaden an vorderster Front. Begleitet werden die einzelnen Folgen von in der Gegenwart aufgenommenen Kommentaren der realen und noch lebenden Veteranen der „Easy Company“.

Band of Brothers official Trailer

Die Besetzung von „Band of Brothers“ strotzt nur so vor prominenten Namen. Als Produzenten fungieren mit Steven Spielberg und Tom Hanks zwei echte Ikonen Hollywoods, erweitert wird die Liste unter anderem durch Damian Lewis (vielen als der Hauptdarsteller in „Homeland“ bekannt), der die Rolle von Lieutenant Winters spielt. Der ungeliebte Sobel wird von „Friends“-Star David Schwimmer verkörpert und zahlreiche bekannte Gesichter übernahmen kleinere Rollen. Unter anderem wären hier Michael Fassbender, Andrew Scott, Jimmy Fallon und Tom Hardy zu nennen.

In der öffentlichen Wahrnehmung genoss die Serie nach Erscheinen großes Ansehen. Obwohl die erste Episode nur zwei Tage vor dem Terroranschlag auf das World Trade Center ausgestrahlt wurde, beeinflusste es die Zuschauerzahlen für die kommenden Folgen in keiner Weise. 2002 war „Band of Brothers“ für insgesamt 19 Emmys nominiert und heimste sechs davon ein. In der Kategorie der besten Miniserie gab es zudem einen Golden Globe.

In der Tat ist das Projekt von Spielberg und Hanks sehr gelungen. Neben der schauspielerischen Leistung sind insbesondere die detailreichen und der Realität nachempfundenen Schauplätze hervorzuheben. Das Grauen des Kriegs wird offen dargestellt und ist nicht immer leicht auszuhalten, macht die Serie dadurch aber umso authentischer. Allerdings ist „Band of Brothers“ keine Serie, die mal ebenso nebenbei gesehen werden sollte. Dafür sind zu viele Charaktere involviert, dafür ist das Thema zu gewaltig.

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