Die Klimakonferenz 2017 in Bonn

Die diesjährige Klimakonferenz in Bonn, Deutschland, ist vor wenigen Tagen zu Ende gegangen. 25.000 Menschen haben teilgenommen und zwei Wochen lang über das Klima gesprochen und Massnahmen gegen den Klimawandel entwickelt und geplant. Es muss uns allen klar sein: Wenn wir so weitermachen, wie bisher, wird der Planet Erde für uns Menschen bald nicht mehr bewohnbar sein. Eine Klimakatastrophe naht. Als erstes trifft sie jedoch nicht die Hauptverursacher des Klimawandels in den reichen Industrienationen. Als erstes trifft sie arme Länder, beispielsweise kleine Pazifikstaaten wie die Fidschi-Inseln, die aufgrund des stetig steigenden Meeresspiegels im Ozean untergehen. Und auch Menschen in Afrika oder Südamerika leiden, bedingt durch den Klimawandel, an extremen Dürren, an Nahrungsmittelknappheit und Wassermangel.

Der Klimawandel in der Schweiz

Auch wir in der Schweiz sind direkt vom Klimawandel betroffen. Die Erwärmung im Alpenraum ist rund doppelt so hoch wie die globale Erwärmung. Gletscher schmelzen ab, Permafrostboden taut auf; es kommt zu Steinschlägen und Felsstürzen. Der Wintertourismus, ein wichtiger schweizerischer Wirtschaftszweig, leidet bereits unter dem Rückgang der Gletscher und dem Schneemangel. Die Skisaison wird deutlich kürzer werden. Prognosen sagen, dass die Schneefallgrenze bis zum Ende des Jahrhunderts um 500 bis 700 Meter steigen wird und die Schneesaison sich um vier bis acht Wochen verkürzt.

Dürre, Hunger, Krieg und Not

In Regionen, in denen Dürren, Hunger oder Hitze herrschen, kommt es oft zusätzlich zu politischen Konflikten. Häufig ist auch Krieg der Auslöser von Hungersnöten und humanitären Krisen. Dürren und die damit verbunden Hungersnöte sind unter anderem durch den Klimawandel verursacht. Auch Naturkatastrophen und extreme Wetterereignisse wie Taifune und Hurrikane, Stürme und Starkregen sind eine Folge der Erderwärmung. Die Betroffenen, deren Häuser zerstört, Ernten vernichtet, Familien auseinandergerissen und Existenzen ruiniert wurden, leiden grosse Not.

Wir wollen Verantwortung übernehmen

Dank der Industrialisierung haben wir einen sehr hohen Wohlstand erreicht. Wir sollten uns jedoch dessen bewusst sein, dass wir diesen Reichtum nur dadurch erreichen konnten, dass wir Raubbau an unserem Planeten betrieben haben. Wir – jeder einzelne von uns – trägt somit eine Mitschuld am Klimawandel, den steigenden Temperaturen und den zunehmenden Naturkatastrophen.

Organisationen wie TearFund Schweiz leiten Nothilfe-Projekte, bei denen den Menschen in betroffenen Regionen nach einer Katastrophe geholfen wird. Gemeinsam mit Partnerorganisationen unterstützen sie bei der Verteilung von Saatgut, damit nach einer Hungersnot künftiger Hunger vermieden werden kann. Auf den Philippinen hilft TearFund Schweiz mit lokalen Partnern den Überlebenden beim Wiederaufbau nach dem zerstörerischen Taifun Haiyan im Jahr 2013. In Nepal steht TearFund Schweiz den Opfern des Erdbebens im April 2015 mit Soforthilfe zur Seite. Wir können durch unsere Spenden Menschen in betroffenen Regionen, die mit den Auswirkungen des Klimawandels zu kämpfen haben, helfen. Auch wir haben unseren Teil dazu beigetragen, dass das Klima sich gewandelt hat.

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