Montecristo: Das beliebteste Buch bei Audible

Martin Suters Krimi „Montecristo“ ist das beliebteste Buch eines Schweizer Autors bei Audible. Also gemessen an der Anzahl Downloads..und dies obwohl dieses Hörbuch erst vor 2 Jahren erschienen ist. Und in der Tat, der Wirtschaftskrimi „Montecristo“ zählt zu jenen Büchern, die den Leser vom ersten Satz an fesseln. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Das liegt zum einen an Suters Sprache, aber vor allen Dingen an dem hervorragenden Plot. Die Zutaten für die Geschichte bestehen aus einer exzellenten Mischung aus einer Prise Erotik und viel pointiertem Humor.

Suter holt weit aus, vor allem dann wenn er beispielsweise Speisen beschreibt. Der Mann isst gerne, aber das wissen die Kenner ja bereist seit dem Bestseller „Der Koch“. Durch diese Schilderungen entstehen manchmal gefühlte Längen, die aber von den sprachlichen Stärken aufgewogen werden. In dem anspruchsvollen Wirtschaftskrimi geht es vordergründig um die kriminellen Machenschaften der Schweizer Finanzwelt. Wer genauer hinschaut, erkennt, dass es Sutor um den drohenden Untergang der Welt geht. Wenn erst einmal das Vertrauen in die Schweizer Bankenwelt angeschlagen ist, hat das verheerende Folgen für die ganze Welt. Der Crash der Lehman Brothers Bank 2007 ist das beste Beispiel dafür.

Der Videojournalist Jonas Brand ist der sympathische Held, mit dem der Leser sich rasch identifiziert. Der Titel des Buchs ist doppeldeutig. Zum einen spielt er auf den Klassiker „Monte Christo“ an, denn der Protagonist fühlt sich gleichfalls gefangen innerhalb der geballten Machtverhältnisse der Banken. Zum anderen handelt es sich bei „Montecristo“ um eine hochwertige Zigarre aus Kuba, die gleichfalls Macht symbolisiert.

Der Finanz-Thriller beginnt mit einem Toten („Personenschaden“) im Intercity und zwei entdeckten Hundertfrankenscheinen, die eine identische Seriennummer haben. Ein Zufall? Jonas Brand hat den richtigen Riecher und ahnt bald, dass er mit der größten Stories seines Lebens konfrontiert ist. Wegen der Geldscheine erkundigt er sich bei seiner Bank und recherchiert gleichzeitig bei der Firma, die die Geldnoten für die gesamte Schweiz druckt. Trotz der identischen Nummern sind beide Frankenscheine echt. Kurze Zeit später wird in Brands Wohnung eingebrochen, und er selber überfallen. Der Journalist wendet sich an den Kollegen Max Gantmann, der einst als Wirtschaftsexperte ein Fernsehstar in der Schweiz war. Brand kann das Interesse seines Kollegen für die seltsamen Banknoten wecken. Jonas beschäftigt sich erneut mit dem „Personenschaden“ im Intercity. Angeblich hat der Mann Selbstmord begangen. Er arbeitete als Top-Trader bei der größten Schweizer Bank. Stehen die Bankscheine und der vermeintliche Suizid in einem Zusammenhang?

Brand und Gantmann bleiben an dem Fall dran und sehen sich plötzlich einem scheinbar übermächtigen Gegner gegenüber. Für Brand stellt sich bald die Frage, wie weit die mächtigen Banker gehen würden. Eventuell sogar über Leichen? Um das herauszufinden, braucht es noch viele spannende Kapitel bis hin zum großen Showdown. Die Rettung der Welt, so viel sei hier verraten, endet keineswegs idealistisch.

Martin Suter „Montecristo“

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