Mono Void: Out of Reach

Mono Void heben ab: per Rakete. Volle Schubkraft voraus! Die Erde ist bald nicht mehr bewohnbar. Auf der Suche nach einer neuen Heimat machen sie sich schon mal auf ins Weltall. Doch ist es dort für die Menschheit lebenswert? Und was erwartet sie in der Galaxis überhaupt? Diesen Fragen spüren die Zürcher auf ihrem Debütalbum nach, das passenderweise den Namen «Reflections» trägt.

Soeben haben sie das Werk bei einem umjubeltenausverkauften Konzert in Zürich getauft. Bevor das Quartett seinen modernen, eingängigen und dunkel timbrierten Indierock zu den Sternen bringt, spielt es ihn nun auf der Erde.

BIOGRAPHIE Mono Void:

Wir schreiben das Jahr 107 nachdem die Menschheit die Erde verlassen hat. Die Sonne wurde zu einem roten Riesen und verglühte das Sonnensystem. Die Menschheit ist auf der Suche nach einem erdähnlichen Planeten. Auf dieser eintönigen Reise haben sich zwei Ingenieure, ein Architekt und ein Designer an Bord der Voyager 144 entschieden gemeinsam Rockmusik zu machen. Ein Musikstil, der kurz vor dem ersten Klimakollaps vor 5 Milliarden Jahren populär war.

Ein Jahrhundert nachdem die Menschheit die Erde verlassen hat scheint die Odyssee durch das All weiterhin endlos. Die erdrückende Leere löst bei den Meisten einen regelrechten Retro-Wahn aus. Das virtuelle Durchleben vergangener Zeitalter wird zum beliebten Volkssport. Allen gemeinsam ist die Sehnsucht nach dem Leben auf einem Planeten.

Aus dieser Perspektive, einer ungewissen Zeit nach dem apokalyptischen Ende der Erde, blicken Mono Void zurück auf die Gegenwart des 21. Jahrhunderts. In ihren Texten widerspiegelt sich die Faszination für dieses längst vergangene Zeitalter. Sie thematisieren die Kontroversen um das ständige Online-Sein oder Open-Air-Konzerte, welche nur auf der Erde authentisch waren. Aber auch post-apokalyptische Motive kommen nicht zu kurz: Die Angst vor dem Endpunkt der Reise und der Aufbruch der Menschheit von der Erde werden verarbeitet.

Mono Void trotzen nicht nur mit ihrem Namen der monotonen Leere. Ihre abwechslungsreiche Interpretation von Rockmusik mutet mal kantig und bissig, mal laut und sphärisch an. So wie das von einem vorzeitlichen Musikstil erwartet wird.

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