Roboter – unverzichtbare Helfer auf dem Weg der Herstellung

Roboter unterstützen Menschen in verschiedenen Bereichen der Industrie und sollten sich nicht nur auf den autonomen Einsatz in der Automobilindustrie, in der sie bereits seit Anfang der 1960er Jahre in Gebrauch sind, reduzieren werden. Auch in anderen ökonomischen Sektoren spielen sie eine große Rolle. In der Industrie werden heutzutage vorrangig kollaborierende Leichtbauroboter (kurz: Cobots) eingesetzt, die sich flexibel und vielseitig agieren. Sie arbeiten direkt Hand in Hand mit den Menschen und bieten trotz des Aufbaus in räumlicher Nähe kaum Verletzungspotential für die Mitarbeiter.

Durch ihren Einsatz kann ein Mensch auf der der Seite von körperlich schweren Tätigkeiten entlastet werden, wozu es nicht nur um die einzelnen Produktionsschritte gehören, sondern auch die Unterstützung des Verpackungsvorgangs als letzten Schritt des Fertigungsprozesses. Wie der Name schon sagt, ist ein Verpackungsroboter speziell auf die Verpackung von Produkten ausgelegt und ist eine echte Hilfe, um die bereits produzierten Produkte sicher zu verpacken und sie auf Paletten zu lagern. Der Verpackungsvorgang selbst ist jedoch eher kompliziert, da viele Punkt zu beachten sind.

Verpackung und Palettierung: eine echte Herausforderung

Erst mit der Verpackung und Palettierung der fertiggestellten Produkte ist die Produktionskette vollzogen – nun steht nur noch die Auslieferung an Kunden an. Vor allem kollaborierende Leichtbauroboter sind in diesem Bereich flexibel einsetzbar und machen ergonomisches Arbeiten möglich. Auch ständig steigende hygienischen Anforderungen speziell in der Lebensmittelindustrie tragen zu einem steigenden Automatisierungsgrad bei.

Doch die hygienische Verpackung und die Lagerung der Produkte auf Paletten ist mit der ein oder anderen Schwierigkeit verbunden, die gerade den Mitarbeiter vor Probleme stellen kann. Dazu gehören ein latent vorhandener Zeitmangel, da sich die Lieferzeiten immer weiter verkürzen, doch auch das Bewegen schwerer Lasten und das Einnehmen einer Körperhaltung, die nicht ergonomisch ist, kann Verpackung und Palettierung zu Problemen führen. Es sind festgelegte Normen einzuhalten, damit die Produkte während des Transports nicht beschädigt werden. Auch die Monotonie der Tätigkeit hat einen negativen Effekt auf die Gesundheit der Mitarbeiter. Eine andere, negative Auswirkung bei der manuellen Ausführung von Verpackungsprozessen liegt darin, dass die Arbeitskraft gebunden ist und vielleicht an anderen Bereichen fehlt.

Die kollaborierenden Roboter lassen sich vor allem als Hilfe und Entlastung in der Verpackung und Palettierung einsetzen. Besonders bei kurzen Fristen für die Lieferung oder bei sensiblen Produkten ist diese Art der Lieferung optimal geeignet, um den Qualitätsverlust und Beschädigungen an der Verpackung zu vermeiden. Da bei der Verpackung durch Cobots weniger Karton verwendet werden muss, kann ein Cobot das nachhaltige Verpacken von Ware vereinfachen.

Praxisbeispiel: Cobots im Einsatz bei der HENSEL GmbH

RoboterDas mittelständische, inhabergeführte Familienunternehmen Gustav Hensel GmbH & Co. KG aus Lennestadt gehört zu den Weltmarktführern in den Bereichen Elektroinstallation und Verteilertechnik. Es setzt auf eine schlanke Produktion und beschäftigt in etwa 560 Mitarbeiter. Zur Verpackung und Palettierung am Ende seiner Produktionskette setzt das Unternehmen auf kollaborierende Roboter. Diese Gründe sind hierfür maßgeblich:

  • Sach- und normgerecht verpacken: Vor allem wegen der Empfindlichkeit der hergestellten Produkte und zur Beschleunigung des Verpackungsvorganges werden sowohl für die Verpackung als auch für die daran anschließende Palettierung Roboterarme eingesetzt.
  • Den Mitarbeiter bei seiner Arbeit unterstützen: Die Produkte, die Hensel herstellt, sind schon von Haus aus sehr schwer, sodass eine Verpackung durch einen Mitarbeiter schwierig wird. Der kollaborierende Roboterarm kann hier die Lasten tragen und den Mitarbeiter – und damit auch seine Gesundheit – zu entlasten.
  • Arbeiten wird einfacher: Mitarbeiter ohne ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze leiden häufig unter Schmerzen und gesundheitlichen Problemen leiden. Auch einfache bzw. dauerhafte Tätigkeiten, die Mitarbeiter langweilen, können durch kollaborierende Roboter erledigt werden.

Aufgrund der Automatisierung des Verpackungsprozesses – konkret der Produktverpackung und der Palettierung – kommt es auch zu Kosteneinsparungen, wodurch die Hensel GmbH die Produktion der Geräte, Bauteile und Maschinen in Deutschland halten konnte. Der Verantwortliche betonte, dass der Einsatz eines kollaborierenden Roboters mehrere Vorteile für das Unternehmen mit sich bringt – die Einsparung von Kosten, die Unterstützung, nicht aber den Ersatz der Mitarbeiter und eine Erleichterung der Arbeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

X