Diese Gründe sprechen 2020 für einen Antivirenscanner für Android

Prinzipiell sind Smartphones und Tablets, auf denen Android als Betriebssystem läuft, relativ sicher. Jedenfalls ist der Aufwand für Angreifer, Schaden anzurichten oder andere fragwürdige Ziele zu erreichen, ein ganzes Stück grösser als etwa bei Windows-Systemen. Dies liegt unter anderem an der Systemstruktur von Android, welche es Angreifern deutlich schwerer macht, Änderungen direkt im Betriebssystem selbst vorzunehmen. Dennoch gibt es einige Gründe, die für die Installation und Nutzung eines guten Antivirenscanners für Android sprechen.

Malware ist auch auf Smartphones und Tablets ein Problem

Während es Viren im engeren Sinne auf Android eher schwer haben, liegt die Sache bei anderer Schadsoftware schon anders. Auch gegen diese schützen Antivirenscanner oft zuverlässig. Neben Computerviren gibt es folgende Malware, welche für den Nutzer zum Problem werden kann:

  • Adware
  • Spyware
  • Trojaner
  • Keylogger
  • Automatische Miner für Kryptowährungen

Schadprogramme jedweder Art kommen meist mit der Installation von Apps, die auf den ersten Blick eher unscheinbar und ungefährlich wirken. Wer etwa kostenlose Casino Spiele, andere Handyspiele oder vermeintlich nützliche Apps aus unsicheren Quellen herunterlädt und installiert, hat immer auch das Risiko, unerwünschte Software zu erhalten.
Meist machen sich die Probleme dann nur schleichend bemerkbar. So reagiert das Handy vielleicht nur noch langsam oder es erscheinen aus unerklärlichen Gründen ständig Werbepopups auf dem Bildschirm. Mit der Zeit können die Probleme so gravierend sein, dass sich das Smartphone oder Tablet kaum noch nutzen und bedienen lässt.

Hinzu kommen natürlich sicherheitsrelevante Punkte, die teils gravierend sein können. So nutzen viele Menschen ihre Handys und Tablets heutzutage auch für das Homebanking oder haben die Apps von PayPal, Google Pay & Co. installiert. Keylogger, die Eingaben protokollieren oder Schadsoftware, die im Hintergrund Screenshots anfertigt oder ähnliche Massnahmen durchführt, sind dabei nur einige Sicherheitsrisiken. Zwar sind die Banking-Apps und die Apps der Zahlungsdienstleister insgesamt gut geschützt. Hundertprozentigen Schutz gibt es aber freilich nicht und so ist gerade bei Nutzung sensibler Apps immer Vorsicht geboten.

Privatsphäre schützen durch Antivirenprogramme

Neben den bereits genannten Problemen gibt es einen weiteren Punkt, der bei der Nutzung jedweder Technik nicht unbeachtet bleiben sollte: Die Privatsphäre. So gibt es durchaus auch schädliche Apps, die sich Zugriff auf den internen Speicher oder die Kamerasoftware verschaffen. So mussten sich schon etliche Stars und Sternchen in der Vergangenheit mit geleakten, teils sehr privaten Fotos und Videos auseinandersetzen, die plötzlich im Internet auftauchten. Im schlimmsten Fall können Angreifer, bei Zugriff auf die Kamera, sogar selbst beliebig viele Videos und Bilder anfertigen.
Was bringen Antivirenprogramme und was kann man selbst tun?

Genau vor den oben beschriebenen Sicherheitsproblemen sollten Antivirenprogramme in erster Linie schützen. Dabei gibt es natürlich etliche Unterschiede in der Qualität und auch im Preis. So ist laut diesem Artikel auf Chip.de nicht jeder Antivirenscanner gleichermaßen empfehlenswert. Laut dem Chip-Test gibt es aber durchaus gute und auch günstige Anti-Malware-Apps für Android. Allen voran Trend Micro Mobile Security, Avast Mobile Security und AVG Antivirus for Android sind laut Chip.de unterm Strich empfehlenswert. Die Tester von Chip.de haben bei ihrer Bewertung sowohl den Schutz als auch die Ausstattung und die allgemeine Akku- und Systemlast der Apps berücksichtigt. Immerhin müssen die Apps, um das Android-Gerät zuverlässig schützen zu können, permanent im Hintergrund laufen und sollten das System und den Akku dabei möglichst wenig belasten.

Selbst aktiv werden und sein System schützen

Mit Blick auf Schadsoftware sitzt das grösste Problem meist vor dem Bildschirm. Gemeint ist der Nutzer, der zwar natürlich unbeabsichtigt, aber dennoch häufig allzu gern und freizügig Tür und Tor für die Angreifer öffnet. Dabei lassen sich die meisten Sicherheitsprobleme mit den folgenden einfachen Regeln vermeiden:

  1. Nur Apps aus bekannten und somit sicheren Quellen installieren: Googles Play Store besitzt beispielsweise mit „Play Protect“ einen eigenen Dienst, der vor bedenklichen Apps schützt.
  2. Regelmässige Updates durchführen: Dies gilt sowohl für die Apps als auch für das Betriebssystem. Meist verschaffen sich Angreifer Zugriff über Sicherheitslücken veralteter Apps und Systemdateien. Genau diese Lücken lassen sich mit regelmäßigen Updates schliessen.
  3. Apps nur die Berechtigungen einräumen, die sie tatsächlich benötigen: So gibt es immer wieder Apps, die Zugriff auf den Standortdienst oder die Kamera haben möchten, obwohl dies für den Zweck und somit für die Nutzung der App eigentlich unnötig ist.

Fazit: Antivirenprogramme können sich lohnen

Zwar hat immer noch der Nutzer selbst den grössten Einfluss auf die Sicherheit seines Android-Geräts. Zahlreiche Antivirenprogramme erweisen sich aber dennoch als durchaus hilfreich und damit nützlich. Wenngleich die guten Vertreter im Regelfall nicht kostenlos erhältlich sind. Die meist kleine Investition kann sich dennoch gerade für unerfahrenere Nutzer lohnen.

Foto: CC0 Public Domain

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