Giri/Haji – Schonungsloser Japan-Krimi im beschaulichen London

Düstere Geheimnisse – Die Crime-Serie “Giri/Haji” erzählt von Verbrechen, die sich einmal um den halben Erdball spannen. Es geht um die japanische Mafia und um die britische Unterwelt. Mittendrin befindet sich ein Polizist, der seine ganz eigenen Antworten sucht.

Von Pflicht und Schamde

In einem Londoner Penthouse wird ein Mann ermordet. Kurze Zeit später eröffnet jemand das Feuer auf ein Restaurant in Tokyo und tötet alle Gäste. Die zwei Verbrechen wirken völlig zusammenhangslos. Aber sowohl der Tote in London als auch die Erschossenen in Tokyo hatten Verbindungen zur Yakuza, der japanischen Mafia. Der Kommissar Kenzo Mori (Takehiro Hira) soll die Ermittlungen übernehmen. Denn die Japaner fürchten, dass ein erneuter Bandenkrieg zwischen verfeindeten Yakuza-Familien ausbrechen könnten.

Abends bekommt Kenzo plötzlich unerwarteten Besuch. Fukuhara, der Anführer der Fukuhara-Familie steht plötzlich in Begleitung des Polizeichefs bei dem Kommissar im Wohnzimmer. Zusammen erzählen die Männer, dass es einen möglichen Verdächtigen gibt. Es soll sich um Yuto Mori (Yosuke Kubozuka) handeln, Kenzos jüngeren Bruder. Eigentlich dachte man, dass Yuto bei einem Attentat getötet wurde. Aber es gibt Hinweise, die darauf deuten, dass er nach England fliehen konnte. Kenzo wird beauftragt, nach London zu fliegen, um dort die Spur seines totgeglaubten Bruders zu finden.

Dichte Krimiatmosphäre

“Giri/Haji” spielt in zwei Welten, die eigentlich völlig eigenständig wirken. Auf der einen Seite erleben die Zuschauer das gut durchstrukturierte Japan und bekommen einen kleinen Einblick davon, welche Verbindungen die Yakuza zu allen wichtigen Schaltzentralen der Macht haben. Auf der anderen Seite sieht man das offene, aber nicht weniger gefährliche London mit seinen dunklen Ecken und noch düsteren Spelunken. Man wird von der Atmosphäre direkt eingezogen und lässt sich von der Erzählweise mitreißen. Neben seinen ruhigen Momenten hat die Serie aber auch schonungslose Crime-Action im feinsten Yakuza-Stil zu bieten, bei denen sich die Leichen sammeln und das Blut den Teppich einfärbt. Diese Mischung ist die richtige Motivation, um sich durch die gerade einmal 8 Folgen der Serie zu bingen und am Ende hoffentlich die Antworten zu bekommen, auf die die Zuschauer gehofft haben.

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