Ein Elektroauto braucht 10 mal mehr Silber als ein Benziner!

Seit 2018 hat sich der Silberpreis mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung liegt dabei weniger daran, dass Silberschmuck nach wie vor im Modetrend liegt, sondern vielmehr an der stark gestiegenen direkten und indirekten Nachfrage der Automobilbranche. Denn der weltweit durch staatliche Subventionen verstärkte Boom der Elektromobilität treibt die Silbernachfrage stark nach oben.

Für die Mobilitätswende wird mehr Silber in Autos verbaut

Silber verfügt über exzellente thermische und elektrische Leitfähigkeiten, weshalb dieser Rohstoff seit jeher in der Elektrotechnik Verwendung findet. In einem konventionellen Auto mit Verbrennungsmotor werden durchschnittlich 0,9 Unzen Silber in den Stromschaltkreisen verbaut. Für moderne Autos mit Elektroantrieb werden im Durchschnitt sogar 3 Unzen des edlen Metalls verarbeitet. Durch den weltweiten Boom der Elektromobilität steigt somit die Nachfrage nach Silber sehr stark an.

Kein Ende des Silberbooms in Aussicht

Die derzeitige Entwicklung am Silbermarkt scheint nachhaltig zu sein, da langfristig mit stabil hohen Preisen gerechnet werden muss. Dies liegt daran, dass die verbaute Menge an Silber bei der Produktion eines E-Autos noch weiter steigen könnte. Dies liegt an einer möglichen Revolution in der Batteriefertigung. So forscht beispielsweise der Elektronikgigant Samsung an einer leistungsfähigen Feststoffbatterie. Für deren Herstellung wird allerdings, im Gegensatz zur Produktion herkömmlicher Lithium-Ionen-Akkus, Silber benötigt.

Solarstrom basiert auf Silber

Neben der direkten Silbernachfrage beeinflusst die Elektromobilität auch indirekt den Silberpreis. Denn um die positiven Einflüsse auf das Klima optimal auszuschöpfen, sollten E-Autos mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben werden. Aus diesem Grund müssen die entsprechenden Produktionskapazitäten über zusätzliche Windräder, Solarpanele etc. ausgeweitet werden. Dies steigert die weltweite Nachfrage nach Silber zusätzlich, denn der edle Rohstoff ist essenziell für die Herstellung von Solarzellen. So werden in einem 1,64 x 1 Meter großen Fotovoltaikpanel ungefähr 15 Gramm Silber verbaut. Auch wenn dieser Wert durch den technischen Fortschritt in Zukunft sinken könnte, dürfte die Gesamtnachfrage durch die überproportional gesteigerte Panelproduktion weiter steigen.

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