Neu bei Netflix: La ley de Herodes (Der neue Bürgermeister)

Manchmal nimmt Netflix ältere Filme, welche Preise gewonnen haben, eine zeitlang ins Sortiment. Davon zu empfehlen ist die schwarze Komödie und Award Winning Film – „La ley de Herodes“ (1999).

Hauptdarsteller Damian Alcazar auch bekannt aus dem coolen Gangsterfilm „El Inferno“ ist ein Unterhaltungs-Garant. Der sympathische, kleinwüchsige, leicht trottelig wirkende Schauspieler aus Mexiko sorgt als „Juan Vargas“ für gute Laune beim Zuschauer. Mit einfachem Gemüt, geht er offen und warmherzig auf alle ihm fremden Menschen zu. Der Film ist in der Originalsprache Spanisch gehalten mit deutschen Untertiteln, so kommt das mexikanische Gemüt und Temperament voll zur Geltung!

Juan Vargas, soll als ein treues Parteimitglied im Jahr 1949 als Wunsch des Gouverneurs in der mexikanischen Kleinstadt San Pedro Bürgermeister werden! Er macht nun zunächst alles anders als seine koruppten Vorgänger – Modernisierung ist seine Mission. Anstatt koruppt vom lokalen Freudenhaus Geld anzunehmen, versucht er es als erste Amtshandlung kurzerhand zu schließen! Aber die Leute in der Kleinstadt wehren sich. So besorgt der Gouverneur seinem Schützling eine Pistole! So schiesst er bei einem Kampf der Freudenhaus-Betreiberin ins Bein… Später erschiesst er sie noch, nachdem sie ihn zwang wie ein Schwein zu kriechen und zu grunzen! Den Tod schiebt er einem Industriellen in die Schuhe. Später kassiert er die Einnachmen des Freudenhauses und kettet seine Ehefrau wie einen Hund an. Am Ende beseitigt er auch den Gouverneurs:

„Ich bin das Gesetz“

so seine Worte. So wird aus dem „neuen“ Bürgemeister wieder einer der altbekannten Art und Weise.

Ein amerikanischer Ingenieur soll ihm helfen, die Gebäude moderner zu gestalten, das 21. Jahrhundert auch ins mexikanische Hinterland zu bringen! Strom soll in die Kleinstadt gelangen, denn den gab es bisher nicht! Kritisch anzumerken bleibt, dass das Übertrieben zur Schau gestellte Einfachheit und Naivität des mexikanischen Hinterlandes Vorurteile bei manchem Zuschauer nur bestätigt. Der Film macht sich lustig über die Verhältnisse, verurteilt diese aber nicht.

Sehr unterhaltsamer Film! Das Movie spielt mit mexikanischen Klischees in Sachen Armut und Rückständigkeit: Holztische, einfache Steinhütten – fast schon mittelalterliche Zustände. Das warmherzige Gemüt der Südamerikaner verleiht dem Film aber einen unwiderstehlichen Charme. Ideal geeignet als Unterhaltungsfilm, wenn man Besuch hat… Dazu noch Tacos und Tequila – fertig ist der gelungene Party-Abend!

Herod’s Law

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