Endlich: Netflix lässt Ferry frei

Die dritte Staffel beginnt damit, dass Ferry aus dem Knast entlassen wird. Geplagt von Bewährungsauflagen, Jobsuche und einer improvisierten Unterkunft bei seiner Verwandtschaft steht schnell fest, dass er ein Comeback braucht. Als Ferry ans Werk geht, wird klar, dass er wieder ganz unten anfangen muss. Eine neue Verbrecherorganisation hat sich breit gemacht. Der neue Platzhirsch heisst Serkan Bulut. Dieser wird von seiner gerissenen Frau Leyla Bulut unterstützt. Ferry hat es schwer gegen die neue Konkurrenz.

Derweil schlägt Bob sich arbeitslos und die Justiz am Hacken mit Schwarzarbeit durch. Ein neuer Undercover Auftrag lässt ihn erst mal kalt, ist dann aber doch zu verlockend. Serkan Bulut hat einen Maulwurf bei der Polizei und diesen gilt es zu enttarnen. Der Deal: Bob hilft den Maulwurf zu enttarnen und die Ermittlungen gegen ihn werden eingestellt. Ein gefährliches Unterfangen nimmt seinen Lauf.

Für Bob unerwartet ist Ferry wieder auf freiem Fuß und treibt sich natürlich im selbem Milieu rum. Die Aktion droht aufzufliegen, da beschliesst Bob kurzerhand Ferry mit ins Boot zu holen und bewegt ihn durch Erpressung zur Undercoverarbeit. Da Ferry kaum eine Wahl hat und beim Erfolg der Aktion vielleicht die neue Konkurrenz loswird, willigt er ein.

Abgesehen davon, dass Ferry Bob beim ersten Wiedersehen ordentlich eine aufs Maul gibt, verläuft die Zusammenarbeit erstaunlich gut und glatt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten machen sich die beiden daran Serkans Geschäft zu sabotieren und infiltrieren. Um Ferrys Bewährungsauflagen zu umgehen, geht es mit dem Privatjet ab in die Türkei. Ab hier geht’s drunter und drüber.

Die dritte Staffel von Undercover ist sehr gut inszeniert. Sie glänzt mit sauberen Kamerafahrten und einer guten Vertonung. Glaubwürdige Charaktere werden dem Zuschauer präsentiert. Netflix-typisch ist die Streaming Qualität sehr gut. Als Audiospuren stehen deutsch, flämisch (original), türkisch, französisch und englisch zur Verfügung. An Untertiteln gibt es deutsch, englisch, französisch, russisch und flämisch. Doch aufgepasst, diesmal gibt es leider nur 8 statt 10 Folgen.

Kritik

Der Camping-Platz hat in der dritten Staffel definitiv zuwenig Screenplay. Aber auch bei den Schauspielern gibt es dieses Mal das eine oder andere zu bemängeln. Dem ungleichen Duo fehlt es ein bisschen an Reibung. Bedenkt man Ferrys Charakter und die Vergangenheit der beiden, so verläuft die Zusammenarbeit zu glatt. Mann könnte tatsächlich glauben, die beiden sind echte Partner. Davon abgesehen schafft es die dritte Staffel den Zuschauer schnell in ihren Bann zu ziehen. Es gibt einen guten Spannungsbogen und einige Wendungen zu überstehen. Folge für Folge wird auf ein unvorhersehbares Ende hin gearbeitet. Die dritte Staffel macht Lust auf mehr. Und vielleicht kommt es am Ende ja zur ganz grossen Versöhnung? Anyway, insgeheim hoffen wir doch alle, dass alles einmal richtig klappt und sich Ferry endlich wieder ein (kleines) Imperium aufbauen kann.

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