Achtung vor Fake-Tickets: Betrüger nutzen den Hype um Tomorrowland 2026

Das weltberühmte Musikfestival Tomorrowland Belgien 2026 zieht nicht nur Musikfans aus aller Welt an – auch Betrüger versuchen, vom grossen Interesse zu profitieren. Cybersecurity-Experten warnen vor gefälschten Ticket-Shops, falschen Unterkunftsangeboten und betrügerischen Webseiten.

Das Festival findet im Juli 2026 in Boom bei Antwerpen statt und erwartet wieder Hunderttausende Besucher aus über 200 Ländern. Die grosse Nachfrage nach Tickets und Übernachtungen macht die Veranstaltung zu einem beliebten Ziel für Online-Betrug.

Gefälschte Webseiten sehen täuschend echt aus

Sicherheitsforscher von CloudSEK haben mehrere Fake-Webseiten entdeckt, die wie echte Tomorrowland-Angebote aussehen. Die Seiten kopieren Logos, Designs und Begriffe des Festivals, um Vertrauen zu schaffen.

Ein Beispiel war ein gefälschter Ticket-Shop mit einem Countdown, der Besucher unter Druck setzen sollte. Die Webseite behauptete sogar, dass eine sogenannte „biometrische Registrierung“ notwendig sei, um personalisierte Tickets zu erhalten.

Dabei wollten die Betrüger persönliche Daten sammeln – darunter Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Zahlungsinformationen.

Auch PayPal und Stripe werden missbraucht

Die Betrüger nutzen teilweise bekannte Zahlungsdienste wie PayPal oder Stripe, um ihre Angebote seriöser wirken zu lassen. Die Zahlungsseiten können dabei tatsächlich echt sein – aber das Geld geht nicht an Tomorrowland, sondern an unbekannte Anbieter.

Auch französischsprachige und deutschsprachige Nutzer werden gezielt angesprochen. Einige Fake-Shops passen Sprache und Gestaltung an bestimmte Länder an.

Gefälschte Airbnb-Angebote locken Festivalbesucher

Nicht nur Tickets sind betroffen. CloudSEK fand auch gefälschte Unterkunftsseiten mit Airbnb-ähnlichen Angeboten. Dort wurden Hotels und Ferienunterkünfte rund um die Festivaldaten beworben.

Solche Seiten nutzen bekannte Namen und Designs, um Besucher zu verwirren. Auch wenn nicht immer direkt Geld gestohlen wird, besteht die Gefahr, dass Nutzer auf falsche Angebote hereinfallen.

So schützen sich Festivalbesucher

Experten empfehlen:

  • Tickets nur über offizielle Tomorrowland-Kanäle kaufen
  • Keine Links aus Werbung, E-Mails oder sozialen Medien anklicken
  • Vorsicht bei Angeboten mit extremem Zeitdruck oder „letzten verfügbaren Tickets“
  • Keine Zahlungen per Kryptowährung, Geschenkkarten oder Banküberweisung an unbekannte Anbieter leisten
  • Webseiten-Adressen genau prüfen

Besonders vorsichtig sollte man bei ungewöhnlichen Forderungen sein. Eine angebliche „biometrische Registrierung“ für ein Festival-Ticket ist ein klares Warnsignal.

Fazit

Tomorrowland ist ein einzigartiges Erlebnis – aber der grosse internationale Hype lockt auch Cyberkriminelle an. Wer Tickets oder Unterkünfte sucht, sollte lieber etwas länger warten und nur offizielle Angebote nutzen. Ein vermeintliches Schnäppchen kann sonst schnell teuer werden.

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