Die Musikindustrie steht an der Schwelle eines fundamentalen Wandels. Streaming-Dienste haben den Konsum revolutioniert, doch die Verwaltung von Rechten und Lizenzgebühren bleibt fragmentiert und ineffizient. Jährlich bleiben laut JC Barrett, Mitbegründer der Allfeat Foundation, rund 2,5 Milliarden US-Dollar an Tantiemen unbezahlt, weil die Verknüpfung zwischen Aufnahme- und Kompositionsrechten fehlt und die Daten in isolierten Silos liegen. Kleinere Künstler gehen so leer aus, während große Player profitieren.
Allfeat bietet eine Lösung: Eine spezialisierte Layer-1-Blockchain fungiert als transparentes, dezentrales Register für Musikdaten – eine Art „Wikipedia für Musikrechte“. Kernfunktionen sind ein unveränderlicher Katalog (MIDS), ein Zeitstempel-Service zur einfachen Registrierung von Werken und ein Open-Source-System, das von einer Schweizer Non-Profit-Stiftung in Zug verwaltet wird. So behalten Künstler die Kontrolle über ihre Rechte, Lizenzgebühren und sogar über die Nutzung ihrer Werke für KI-Anwendungen.
Besonders relevant ist der Schutz vor unkontrollierter KI-Nutzung: Über „On-chain Rights Flags“ können Künstler bestimmen, ob ihre Werke für KI-Trainings zugänglich sind. Allfeat integriert sich bereits in Distributoren und Labels weltweit, ohne dass Nutzer Krypto-Experten sein müssen. Laut Barrett wird künftig entscheidend sein, wer Inhalte erschafft und dies nachweisen kann – und hier bietet Blockchain die notwendige Vertrauensbasis.
Ist Blockchain die Zukunft der Musikindustrie? Ein tiefer Einblick in das Allfeat-Projekt






