Konzertbericht: QUEEN and Adam Lambert

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Es gibt Bands, die können es einfach nicht lassen. Die letzten verbleibenden Mitglieder fahren auf Tour unermüdlich den legendären Bandnamen und die damit verbundene Zeiten spazieren. Bestes Beispiel: Axl Rose mit Guns’n’Roses. Das einzige was bei ihm noch an die „guten alten Zeiten“ erinnert, ist die Verspätung, mit der er auf der Bühne erscheint….

Gehört Queen jetzt auch schon in diese Sparte?

Das habe ich mich als Erstes  gefragt, als ich richtig Hallenstadion lief. Nein eigentlich nicht… Das Erste, was ich mich gefragt habe, war, warum da so viele Proleten auf dem Areal waren?! So hätte ich mir den stereotypen Queen-Fan nun wirklich nicht vorgestellt. Die Erleichterung war gross, als ich merkte, dass neben dem Hallenstadion noch die Swiss-Moto „Töff“-Messe statt fand – alles klar, die wollen da hin.

Zurück zu Queen: Nach dem Tod von Freddie Mercury hat die Band weitergemacht. Zuerst mit Paul Rogers als Sänger und nun mit Adam Lambert – einem ehemaligen American Idol Gewinner.

Kommt das gut?

Was man auf jeden Fall sagen kann: Der Queen Sound ist dank Brian May und seiner (selbst gebauten) Gitarre immer noch derselbe. Und auch der Schlagzeuger Roger Taylor ist als Gründungsmitglied mit dabei.

Sie haben zu besten Queen-Zeiten nicht nur Freddy Mercury musikalisch begleitet, sondern auch viele Queen Hits, wie We Will Rock You oder Radio Ga Ga selbst geschrieben und andere Songs zum Teil auch gesungen.

Die meisten Queen-Meisterwerke singt seit 3 Jahren Adam Lambert. Und das machte er mit viel Power vom ersten Song an. Mit One Vision legte Queen los. Im fast ausverkauften Hallenstadion gingen die Handykameras in die Luft. Zu Freddies Zeiten hätte man dafür wahrscheinlich einen 20 Kilo-Koffer in die Luft stemmen müssen – aber die Zeiten ändern sich – und Queen geht mit. Auf jeden Fall Brian May, der plötzlich mit dem Selfie-Stick auftaucht und ein paar Selfies mit dem Publikum macht. Er verspricht uns, dass gleich nach dem Konzert zu Twittern. Der Mittelteil des Konzerts gehört ganz klar der alten Garde. May oder Taylor singen die Songs. Und über die Leinwand kommt sogar ein kurzer Gruss von Freddie. Das Publikum ist begeistert. Klar, dass hier Adam Lambert einen etwas schweren Stand hat – er weiss aber auch selber, dass es Freddies Stimme nur 1 Mal gegeben auf dem Planeten gegeben hat.

Aber wenn beim Schnipo die Pommes  alle sind, nimmt man auch mal Reis zum Schnitzel. Es ist nicht dasselbe, aber immer noch besser als gar nichts.

Der wichtigste Grund ist aber, dass Freddie Mercury es so gewollt hat. Er wollte unbedingt, dass Queen nach seinem Tod weiterlebt. Darum hat er auch in seiner schwersten Zeit noch Textzeilen eingesungen. Er wusste bereits, dass er nicht mehr lange zu leben hatte, versuchte aber die Tatsache, dass er AIDS hatte, vor den Medien zu verbergen. Eine schwere Zeit für die ganze Band, wie der Ausschnitt aus diesem Dokumentarfilm zeigt.

In diesem Sinne

 

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