Die meisten Krypto-Anleger halten Stablecoins lediglich als sicheren Hafen in volatilen Märkten. Doch was viele übersehen: Auf Plattformen wie Binance kann man mit Stablecoins passive Zinsen verdienen, ohne zusätzliche Risiken einzugehen. Dabei kombinieren moderne Protokolle Stabilität mit Ertrag – ähnlich wie bei einem Sparkonto, nur dezentral und transparent auf der Blockchain.
Stablecoins sind im Grunde digitale Abbildungen des US-Dollars, die Preisstabilität garantieren. Doch durch sogenannte zinsbringende Stablecoins können Halter regelmäßige Renditen erzielen, indem ihre Einlagen für DeFi-Projekte, Kreditvergabe oder tokenisierte Staatsanleihen genutzt werden. Binance bietet dafür seit 2024 vermehrt Möglichkeiten über Binance Earn, bei denen Nutzer Stablecoins wie USDT, USDC oder DAI flexibel oder festverzinslich anlegen können.
Im Jahr 2025 zeichnen sich drei Projekte als besonders ertragreich ab: Ethena (USDe), Ondo Finance (USDY) und MakerDAO (sDAI). Sie stehen stellvertretend für drei verschiedene Renditemodelle – von Krypto-Hedging bis hin zu traditionellen Anleihen.
1. Ethena (USDe): Synthetischer Dollar mit Absicherung
Ethena nutzt ein einzigartiges Konzept, bei dem der Stablecoin USDe durch sogenannte Delta-Hedging-Strategien abgesichert wird. Das bedeutet, das System gleicht Preisschwankungen von Ethereum durch Short-Positionen aus. So bleibt der Wert stabil – und gleichzeitig entstehen Zinsen durch die Kombination aus Staking-Rewards und Perpetual-Finanzierungsraten. Viele Anleger nutzen USDe daher als eine Art „intelligentes Cash“, das unabhängig von Banken stabile Erträge liefert.
2. Ondo Finance (USDY): Tokenisierte Staatsanleihen auf der Blockchain
Ondo Finance bringt die Welt der traditionellen Finanzen (TradFi) direkt auf die Blockchain. Der Stablecoin USDY ist an reale US-Staatsanleihen gekoppelt und bietet Anlegern regulierte, konservative Renditen – oft im Bereich von 4 bis 6 % jährlich. Damit ist Ondo eine der ersten Brücken zwischen Krypto und klassischen Finanzinstrumenten. Besonders für Investoren, die Stabilität und Compliance suchen, ist USDY ein Favorit.
3. MakerDAO (sDAI): Der Klassiker mit stabiler DeFi-Rendite
MakerDAO ist eines der ältesten DeFi-Projekte und steht hinter dem DAI-Stablecoin. Durch den DAI Savings Rate (DSR) können Nutzer Zinsen verdienen, indem sie DAI in Smart Contracts hinterlegen. Das neue Spark-Protokoll hat mit sDAI einen zinsbringenden Token geschaffen, der automatisch Erträge akkumuliert. So wächst der Wert von sDAI über die Zeit – ähnlich wie bei einem Zinseszinskonto, nur transparent und on-chain.
Auf Binance und ähnlichen Plattformen lassen sich viele dieser Stablecoins mittlerweile direkt über Earn, Simple Earn Flexible oder Locked Earn anlegen. Die Renditen variieren je nach Projekt und Marktlage, liegen aber oft zwischen 3 % und 8 % pro Jahr – ein deutlicher Vorteil gegenüber herkömmlichen Bankkonten.
Fazit:
Wer 2025 Kryptowährungen sicher halten und gleichzeitig passives Einkommen erzielen möchte, sollte zinsbringende Stablecoins genauer prüfen. Ob USDe mit technischer Raffinesse, USDY mit realer Anleihedecke oder sDAI mit DeFi-Tradition – sie alle zeigen, dass auch im Krypto-Bereich Stabilität und Rendite Hand in Hand gehen können.






