Während ganz Fussball-Europa über Frankreich, Spanien oder England diskutiert, gibt es für Schweizer Fans einen kleinen Hoffnungsschimmer: Laut den Wettmärkten von Polymarket besitzt die Schweiz derzeit eine Chance von rund 1,3 Prozent, die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zu gewinnen.
Klingt wenig? Ist es auch. Aber gleichzeitig bedeutet das: In ungefähr jedem 77. denkbaren Turnierverlauf würde die Nati tatsächlich den Pokal stemmen. Für ein Land mit knapp neun Millionen Einwohnern ist das alles andere als peinlich.
Die grossen Favoriten sind Frankreich und Spanien mit jeweils 17 Prozent Wahrscheinlichkeit. Dahinter folgen England, Portugal, Argentinien und Brasilien. Die Schweiz bewegt sich dagegen in der Kategorie der charmanten Aussenseiter – gemeinsam mit Teams, die auf einen perfekten Turnierverlauf hoffen müssen.
Besonders spannend: Die Mitgastgeber USA und Mexiko werden von den Märkten ebenfalls nur mit rund einem Prozent bewertet. Die Schweiz liegt damit sogar leicht vor einigen deutlich grösseren Fussballnationen.
Prediction Markets wie Polymarket gelten unter Statistik-Nerds als besonders interessant, weil hier nicht einfach Meinungen abgegeben werden. Wer eine Prognose trifft, setzt echtes Geld ein. Die Marktpreise spiegeln deshalb die kollektive Einschätzung tausender Teilnehmer wider und reagieren oft schneller auf neue Informationen als klassische Expertenrankings.
Natürlich bleibt Fussball chaotisch. Ein Platzverweis, ein verschossener Elfmeter oder ein unerwarteter Lauf eines Aussenseiters können sämtliche Modelle über den Haufen werfen. Genau deshalb sind 1,3 Prozent eben nicht null Prozent.
Für Schweizer Fans bedeutet das: Der Weltmeistertitel 2026 ist zwar unwahrscheinlich. Aber er ist statistisch gesehen deutlich realistischer als ein Lottogewinn – und das reicht vielen Fussballromantikern bereits als Grund zur Hoffnung.






