Visual Slam

Visual Slam
Gestern bin ich nach Basel gefahren. Und wenn ein Zürcher freiwillig nach Basel fährt, dann muss er schon einen guten Grund dazu haben. So war es. Mein Ziel: Das Visual Festival im Allgemeinen und der Visual Slam im Speziellen.

Bei diesem Anlass duellierten sich namhafte hörende und gehörlose Poetry- und Deaf-Slammer. Und ich kann euch einen sogenannten „Deaf Slam“ nur empfehlen. Es ist ein tolles Erlebnis. Poesie in Gebärdensprache   zu „sehen“ berührt anders als herkömmliche Spoken Word Veranstaltungen. Auf spielerische und oft auch sehr selbstironische und humorvolle Art und Weise lernte ich so eine andere Welt kennen, die eigentlich gar keine andere Welt ist. Sondern diesselbe Welt, einfach auf eine etwas andere Art wahrgenommen.

Die Slammer performten allesamt auf einem sehr hohen und professionellen Niveau. Speziell möchte ich noch die Atmosphäre in der offenen Kirche Elisabethen betonen. Eine wunderbare Kulisse für eine derartige Veranstaltung. Im Finale duellierten sich Joel Toggenburger und Renato Kaiser. Wobei sich letztgenannter die legendäre Flasche Whisky sicherte.

Wie wird eigentlich an einem Visual Slam applaudiert? Ganz einfach, Hände in die Höhe und schütteln. Voilà. Was gelernt.

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Deaf Slam Veranstaltungen sind rar. Ab und an finden in Winterthur welche statt. Das Visual Festival in Basel läuft noch bis am 1. Juni 2013. Und als Zugabe hier Ursus und Nadeschkin bei Giacobbo Müller: Gebärdensprache.

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