Social Media kann die entscheidende Rolle spielen, wie man bei den Wahlen 2011 in der Schweiz gesehen hat. SVP Nationalrätin Natalie Rickli hängte dank Social Media sogar den SVP-Chefstrategen Christoph Blocher ab und erzielte im Kanton Zürich die meisten Stimmen. Gemäss 20 Minuten nutzten die Wähler Social Media kaum, aber da bin ich anderer Meinung. Einerseits ist die Fragestellung der Studie, auf welcher der besagte Artikel beruht, unklar, anderseits nutzten diverse Politiker Social Media komplett falsch. Die meisten Kandidaten schafften es nicht, eine lebendige Community und so eine Diskussion aufzubauen. Es ging sogar soweit, dass ich von wildfremden Kandidaten ungefragt eine Freundschaftsanfrage erhielt. Also wenn man auf diese Art und Weise Social Media betreibt, dann ist klar: Social Media nützt nicht, im Gegenteil, schadet sogar. Dann können ja nur noch die unzähligen Plakate und die Tonnen von Flyern in den Briefkästen wirken.
Die Wahlen im Bezug auf Social Media aus meiner Sicht: Mit den meisten Kandidaten, die ich wählte, stand ich entweder über Facebook oder Twitter in direktem Kontakt. Ich kannte die Kandidaten. Zwar nicht persönlich, aber fast. So wusste ich zum ersten Mal ganz genau, wen ich wähle, wie er sich ausdrückt und somit auch wie er denkt. So musste ich mich nicht mehr auf Wahlhilfen wie z.Bsp. Smartvote verlassen. Denn meistens spuckte mir dieser mittlerweile doch umstrittene Dienst total unbekannte und chancenlose Kandidaten aus.
Ich bleibe dabei: Wer Social Media richtig und professionell betreibt, ist beliebt, volksnah, und wird gewählt. Und – wie wir alle wissen – kann dank Social Media sogar ein „Schwarzer“ Präsident der USA werden.







