Dazwischen: Versandkosten, Bearbeitungsgebühr, Servicegebühr, Zahlungsgebühr, Zollabwicklung, Mehrwertsteuer und ein Zuschlag, den niemand erklären kann. Der Preis, der Sie angelockt hat, existiert nicht. Er ist Köder.
Es gibt einen Welttag des Händewaschens. Einen Weltschlaftag. Einen Tag der Handschrift.
Es gibt keinen Tag für die simpelste Frage der Marktwirtschaft: Was kostet das wirklich?
Das ändern wir.
Die Forderung
Wir fordern einen internationalen Aktionstag – jährlich, in allen Ländern, am selben Datum:
Der Internationale Tag der ehrlichen Preise.
Unser Vorschlag für das Datum: der Tag vor dem Black Friday. Wenn die Rabattschlacht beginnt und Millionen Menschen Preise vergleichen, die keine sind. Kein Zufall. Ein Statement.
Die fünf Regeln dieses Tages
1. Ein Preis. Der Endpreis. Was auf der ersten Seite steht, steht auch auf der Rechnung. Keine Überraschung im vierten Klick.
2. Jede Gebühr bekommt einen Namen und einen Grund. „Bearbeitungsgebühr“ ist kein Grund. Es ist ein Wort, hinter dem sich etwas versteckt.
3. Drei Zeilen, die jeder versteht.
Produkt: 100 Franken
Zusatzkosten: 35 Franken
Endpreis: 135 Franken
Keine Tabelle. Keine Fussnote. Kein Kleingedrucktes.
4. Wer verzichtet, zeigt es. Wer kassiert, erklärt es. Der Versand geht aufs Haus, die Servicegebühr fällt weg, der Zahlungsaufschlag entfällt – oder das Unternehmen sagt öffentlich, warum nicht.
5. Schweigen ist eine Antwort. Wer an diesem Tag nichts offenlegt, hat sich entschieden. Sichtbar, für alle.
An wen sich das richtet
- An die Händler: Ein Tag ohne Zusatzkosten kostet Sie weniger als der Vertrauensverlust, den Sie sich jeden Tag leisten.
- An die Plattformen: Ihre Servicegebühr ist die intransparenteste Zahl im europäischen Handel. Zeigen Sie sie. Einmal im Jahr. Wenigstens.
- An die Zahlungsanbieter: Sie verdienen an einer Bewegung, die der Kunde nicht sieht. Machen Sie sie sichtbar.
- An die Gesetzgeber: Was an einem Tag freiwillig möglich ist, ist an 365 Tagen zumutbar. Der Aktionstag ist die Generalprobe für die Regel.
- An uns alle: Sammeln, fotografieren, einreichen. Die dreisteste Gebühr des Jahres gehört auf eine Bühne.
Was dieser Tag nicht ist
Kein Feldzug gegen Steuern. Steuern bezahlen Strassen, Schulen, Spitäler – darüber lässt sich politisch streiten, laut und lange.
Hier geht es um etwas anderes: um die Gebühr ohne Gegenleistung. Um den Aufschlag ohne Erklärung. Um den Preis, der erst im Warenkorb die Wahrheit sagt.
Gegen Steuern kann man argumentieren. Gegen Transparenz nicht. Genau deshalb wird dieser Tag unbequem.
Das Zeichen
Ein Logo. Ein Satz:
„Heute zeigen wir, was es wirklich kostet.“
Wer ihn führt, hat sich verpflichtet. Wer ihn nicht führt, wird gefragt werden, warum.
Ein Datum. Ein Versprechen. Jedes Jahr.
Zeigt uns, was etwas wirklich kostet.






