Ulrich Seidl: Park und Paradies

http://youtu.be/KnUUVJl3SV4

Vor dem Paradies war der Park. Zumindest, wenn man Ulrich Seidls Filmografie (als chronologische Reihenfolge) betrachtet. Wird der dritte Teil der Paradies-Trilogie Hoffnung derzeit an der Berlinale ‚gescreent‘ – und am kommenden Aschermittwoch gar mit den Teilen Glaube und Liebe am Stück – als ganzes starkes Stück – gezeigt, so sei an dieser Stelle auf den ‚Archiv-stream‘ des sehenswerten Parkfilms verwiesen (s.o.. Will heissen: klicke oben), in dem zumindest die Kulisse ‚real‘ ist.

Wer sich näher mit der Parkthematik befassen möchte, dem sei
Bruce Bégouts Text Der ParK zur Lektüre empfohlen. Das faszinierende Konstrukt Park wird hier in fast all seinen dystopischen Dimensionen beschrieben. Mit Paradiesvorstellungen hat dies freilich nur mehr wenig zu tun. Allerdings: konstitutiv für Park und Paradies bleibt die Grenze. Der Titel „Spass ohne Grenzen“ ist auf den ersten Blick also ein Schwindel. Doch lässt sich nicht auch der Konsumrausch, der sich einstellt, wenn man sich durch die Attrappenlandschaft bewegt (sei’s auf einer Achterbahn, sei’s auf einer Themenbahn oder gar zu Fuss) als
Schwindel bezeichnen?

Wer Musse (und Nerven für seidlsche Filme) hat, der schaue Der Busenfreund (1997):
http://youtu.be/cwYX6DBBVlM

Und wer hier nur für eine kurze Weile, spasseshalber, verweilt, der kucke sich den folgenden Schnipsel an (bürotauglich, allerdings ist Ton Pflicht!):

Und eine weitere Grenzerzählung ’seidlscher‘ Herkunft gibt es hier:
Import/Export1
Import/Export2

Von n.n.m.s.

Kompost und Komposita.

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