Was bedeutet Advent?

Schon bald ist Adventszeit und damit verbunden auch Adventskalender-Zeit. Advent ist wie Abwarten und Tee trinken und sich täglich überraschen lassen.

Wer einen Adventskalender sucht, soll finden. Google hilft dabei

Wann wird via Google am meisten nach dem Begriff «Adventskalender» gesucht? Sie erraten es: Es ist im November. Bereits am September zeigt Google erste Suchanfragen an, die sich dann bis November steigern. Und der Dezember? Auch dann wird noch gesucht. Nur nicht mehr so viel. Wie lässt sich das erklären? Ich vermute, die Suchanfragen von September bis November beziehen sich auf all diejenigen, die für jemanden einen Adventskalender kaufen oder herstellen möchten. Der Dezember gilt dann den Online-Adventskalendern, der eigentlichen Action-Zeit.

Was bedeutet Advent?

Am besten wir unterscheiden zwischen dem Heute und Vergangenheit, also der Geschichte. Für Letzteres müssen wir in eine andere Kultur (jüdisch) und andere Zeit wechseln, ganz an den Anfang unserer Zeitrechnung. Noch vor Christus, vor der Stunde null, die ja mit dem ersten Weihnachten beginnt.

Das jüdische Volk wartete auf seinen Erlöser u.a. vor den römischen Unterdrückern. Dieser wurde ihnen in ihren alten Schriften vorausgesagt. In unserer heutigen Kultur reden wir oft vom Christkind, gemeint ist eben dieser Christus, der auch mit unserer Zeitrechnung zu tun hat. Advent ist ein Zeitraum, der auf das Warten auf diesen Retter hinweist. Geduld war angesagt, weil man nicht so genau wissen konnte, wann er wirklich kam. Daraus resultierte die bekannte Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium, Kapitel 2.

Was Christus ausmacht

Warten auf das Christkind. Vielleicht fragen wir uns jetzt, wer denn dieses Christkind ist. Den Namen Jesus Christus habe ich bereits schon erwähnt. Auf seine Geschichte und seine Taten sind die Grundlagen der Kirche aufgebaut. Die wenigsten von uns warten auf ihn. Dafür auf die freien Tage an Weihnachten, die wir ihm zu verdanken haben. Wir warten nur auf etwas, was wir uns konkret vorstellen können und was uns nützt. Aber die Sache mit Christus, das ist lange her. Oder? Und doch gehört er zu unserem Menschsein.
Die nachfolgende und von mir leicht abgeänderte Geschichte zeigt auf, was Christus von «Göttern» anderen Religionen unterscheidet. Ob sie so stattgefunden hat, wissen wir nicht. Sie soll auch unser individuelles Religionsverständnis nicht verurteilen.

Jemand erzählte, wie er in eine Grube gefallen war und nicht mehr heraus kam. Sie war zu tief. Dann kam Konfuzius vorbei «Mein Sohn hättest du meiner Lehre gehorcht, würdest du jetzt nicht in dieser Grube sitzen!»

Auf die Bitte, ihm trotzdem Hilfe zu geben, reagierte Konfuzius nicht und ging weiter. Da schaute Buddha über den Rand der Grube.

«Mein Sohn, wenn du nur die Arme kreuzest und deine Augen schliesst und in einen Zustand völliger Ruhe und Unterwerfung kommst, so wirst du einmal das Nirwana (das ewige Nichts) erreichen, gleich wie ich. Du musst dich gleichgültig verhalten in allen äusseren Umständen; so wirst du Ruhe finden.»

Sie ahnen es, auch diese Aussage half dem Gefangenen nicht.

Mit stürmischen Schritten näherte sich Mohammed, beugte sich über den Rand und schaute in die Grube. Auch Mohamed reagierte ähnlich wie die beiden andern und unser armer Freund war immer noch in der Grube.

«Mann, mache keinen solchen Lärm. Gewiss, du bist in einer elenden Lage. Hast du Angst, du brauchst dich nicht zu fürchten. Siehe, es ist der Wille Allahs, dass du da hineingefallen bist.»

Bedenke das! Wer kann sich seinem Willen widersetzen?» So blieb unser Protagonist in der Grube.

Dann kam Christus

Sofort stieg er zu dem Gefangenen in die Grube hinab und half ihm heraus. Während unser Mann aus der Grube befreit war, blieb Christus darin und starb an seiner Stelle.

Und heute?

Beeindruckend, was Christus für einen Notbedürftigen getan hat. Dafür war er bekannt. Dass er den Armen geholfen hatte. Geschichten aus vergangener Zeit waren schon immer sagenumworben. Aber: Die meisten können wir nicht mehr beweisen und Religionen haben bekanntlich viele Gesichter. Je nachdem, wie wir darüber denken und was wir daraus machen. Wir lassen das so stehen. Trotzdem gehen wir bei unserer Recherche zu Advent und dem modernisierten Christkind weiter.

Ein Gott, der für andere stirbt, damit diese leben können, verdient mehr Aufmerksamkeit, als dass wir ihn einfach links liegen lassen. Ein Mensch, der andere wertschätzt, sie respektiert und gerne hilft, verdient es, wahrgenommen zu werden. Advent ermöglicht genau das.

Sich bewusst 24 Tage Zeit nehmen. Sich und Fragen rund um Gott und das eigene Leben reflektieren und in der Ruhe aushalten können. Abwarten und Tee trinken macht in unserer oft sehr durchgeplanten Weihnachtszeit besonderen Sinn.

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Autor: Andreas-Räber.ch

Foto CC0 via Unsplash

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