Konzertbericht: Skunk Anansie

DJ Skin, Vernissage, Zermatt Unplugged

 

Skin, the Queen of the Shebeens

Die britische Rockband mit der Frontfrau Skin sorgte für einen Abschluss, der in Erinnerung bleibt. Skunk Anansie spielten die erste Unplugged-Show in ihrer 19-jährigen Bandgeschichte. Aber, so erklärte Skin, diese Art von Konzert gebe auch die Möglichkeit, alte Songs zu spielen. Skunk Anansie begaben sich also auf eine musikalische Retrospektive und kehrten zu den Anfängen ihrer Bandgeschichte zurück. Skin wurde gesanglich lediglich von einer Backgroundsängerin unterstützt.
Wie ich nach dem Konzert erfuhr, sollen einige Bandmitlgieder vor dem Konzert extrem nervös gewesen sein. Vor Allem der Gitarrist Ace. Denn unplugged musste er sein Gitarrenspiel rhythmischer und perkussiver gestalten. Auf der Bühne aber merkte man ihm seine Nervosität nicht mehr an und er legte ein gelungenes Konzert hin.

Wie angesagt begannen Skunk Anansie die Show mit eher ruhigeren, älteren Songs aus den 90er Jahren. Mit jedem Lied gewann ihre Show allerdings an Tempo. Und der Applaus dazwischen wurde immer lauter und länger. Die Band hatte sich ja für einige Jahre aufgelöst. Aber auf ihren neueren Alben spielen sie genau den Alternative Rock den soviele Musiker in den 90er gesucht, aber nie gefunden hatten. Hart und präzise.

Während Hits wie „Hedonism“ bedankte sich das Publikum sogar noch während des Songs mit Standing Ovations.

Es ist einfach unglaublich, welche Bühnenpräsenz die Frontfrau Skin besitzt. Das liegt aber nicht nur an ihrem markanten Aussehen. Im Gegensatz zu früheren Auftritten hat sie mitlerweile wieder einige Haare auf dem Kopf ;). Es ist auch ihre Stimme, die live und unplugged einfach stark und virtuos zugleich wirkt.

Skin ist eine Frau der deftigen Worte. Dies bewies sie auch an diesem Konzert. Sie coverten den Song „You Do Something to me“ vom englischen Singer/Songwriter Paul Weller. Laut Skin ist es erst das zweite Mal in der Geschichte der Band, dass sie live einen Song covern. Und sie meinte daher vor dem Song salopp: „If we fuck it up, we fuck it up“. Der Song gelang wunderbar.

Die Unplugged Show von Skunk Anansie war wirklich etwas vom Besten, was wir hier auf der grossen Zeltbühne gesehen haben. Zudem war dieses Konzert ein fulminanter Abschluss eines gelungenen Festivals.

Anschliessend legte die Sängerin als DJane im Vernissage auf. Immer wieder untermalte sie ihren Auftritt gesanglich und begeisterte so die Gäste im Club restlos. Sie feierte und feierte, bis in die frühen Morgenstunden hinein.

Tipp: Skunk Anansie spielen am 20. Juli am Blue Balls Festival im KKL Luzern.

Zuerst ein Set von DJ Minus 8 – Yeah, ich war also nicht der einzige Zürcher in Zermatt:
DJ Minus 8

.. und dann legte die in London heimlich Queen of Shebeen genannte DJ Skin auf. Auf Deutsch: Königin der illegalen Kneipen.

Text & Bild: Christian Mäder

Christian Mäder

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