Rettet LaterPay den Journalismus?

Das Bezahlmodell Later-Pay war an der Podiumsdiskussion zum Thema „Geld verdienen im Online Journalismus“ ein heiss diskutiertes Thema. Heute haben die Jungs von Later-Pay ihr lang erwartetes Plugin veröffentlicht! Ab sofort steht es zum Download zur Verfügung. Ich blogge nun (gratis) darüber, da ich mich mit diesem Thema schon länger befasse und auch einen Blog zum Thema Bitcoin ins Leben gerufen habe.

Das Problem:
Journalistische Inhalte werden selten einzeln verkauft. Meistens muss die gesamte Zeitung abonniert werden, auch wenn man nur einen einzelnen Artikel lesen möchte. Dieses Modell ist komplett veraltet, aber trotzdem halten die Verleger daran fest. Das Problem ist auch, im Micropayment Bereicht, also im Bereich wo es um Zahlungen von 0 bis 1 CHF geht, sind die Gebühren zu hoch. Ich habe mal einem Kollegen zum Testen 50 Rappen via PayPal überwiesen. Es kamen tatsächlich nur 19 Rappen an. Jetzt sehen wir wo der Hund begraben ist: Einerseits sind die Verleger resistent gegen jegliche Innovation  und andererseits fehlt es an einer effizienten Zahlungsabwicklung.

Lösung:
LaterPay trennt für digitale Güter im Internet den Kauf- vom Bezahlvorgang. User können kostenpflichtige Webinhalte durch Kleinstbeträge mit nur zwei Klicks erwerben und bekommen sofort Zugang auf ihre Einkäufe – ohne Vorabregistrierung oder Vorabzahlung. Das können u. a. Artikel, Videos, Files oder Items in Online-Games sein. LaterPay führt website- und geräteübergreifend eine virtuelle Rechnung, die dem Nutzer auf Wunsch jederzeit alle von ihm mit LaterPay erworbenen Inhalte anzeigt. Erst wenn die Rechnung eine aggregierte Summe von fünf Euro erreicht, registriert sich der Nutzer und bezahlt. Hierfür stehen mehrere gängige Zahlungsmethoden zur Auswahl.

Also mit anderen Worte: Der User kauft einfach die Inhalte, und muss dann erst wenn sich 5 EUR angesammelt haben bezahlen. Und dieses Bezahlsystem kann jetzt dank dem Plugin, welches LaterPay heute veröffentlichte, bei WordPress einbinden.

Das Plugin sieht so aus:

LaterPay WordPress Plugin Screenshot

Endlich geht was im Bereich Micropayment. Und vielleicht wird jetzt wohl auch der eine oder andere innovationsresistente Verleger einen Versuch mit Micropayment rsp. einem Bezahlsystem, wo Journalistische Inhalte einzeln gekauft werden können, starten.

Bitcoin Integration fehlt!
Warum ich das Plugin (noch) nicht testen werde? Das Plugin funktioniert nicht mit Bitcoin. Ich meine wie kann man nur? Da entwickelt man ein lang erwartetes Plugin, macht sich aber keine Gedanken über kryptologische Währungen. Insbesondere im Micropayment Bereich ist doch Bitocin eine intelligente Alternative, da bei Bitcoin die Zahlungen 1. wenig Transaktionsgebühren kosten und 2. umgehend verbucht werden. Der Ansatz von LaterPay, dass man sozusagen auf Kredit Artikel lesen und Produkte kaufen kann, finde ich schon spannend. Und auch die Tatsache, dass man erst bei einem grösseren Betrag oder Ende Monat zur Kasse gebeten wird. Aber das Problem ist dass eben auch das Geld komplett Digital sein sollte. Solange beim Geld wieder auf einen zentralen Server zugegriffen werden muss, solange werden all diese Lösungen nicht funktionieren, und mögen die Lösungen noch so Innovativ sein. Flattr lässt grüssen!

Weiterführende Informationen zum WordPress-Plugin und zum LaterPay-Händlervertrag finden Sie im LaterPay-Blog unter blog.laterpay.net.

Christian Mäder

BITLAKE | Content Distribution

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

X