Holy Esque: Neues aus der Glasgow Art Shool

„At Hope’s Ravine” ist des Titel des Debütalbums der Glasgower Band Holy Esque. Muskulös, ursprünglich, sehr direkt und emotional, ist das Album das lang erwartete Follow-Up ihrer gefeierten „Submissions“-EP, die ihnen über die Grenzen Ihrer Heimat hinweg einige Aufmerksamkeit bescherte. Auf dem Album des Quartetts werden vor allem Themen wie Trauer, Flucht und Sehnsucht groß geschrieben, ihre Texte nehmen den Hörer mit und sind mit ihrem Tiefgang und der Emotion nur eine der vielen Stärken dieser Band. Mit ihrem Sound erinnern Holy Esque etwa an die frühen Simple Minds, aber auch Bands wie U2, Echo & The Bunnymen, Interpol und The National sind entfernte Nachbarn ihres Sounds.

Hexx Holy Esque

Holy Esque vereinen in ihren Songs durch feinfühlige, musikalische Pinselstriche uns allen wohl bekannte Höhen und Tiefen. Gitarren werden eng, ja beinahe radikal mit Synthies verflochten und vom unnachahmlichen und sehr eindringlichen Gesang von Frontmann Pat Hynes unterstützt, der einem tiefen, dunklen Ort seiner selbst entstammen muss. Seine Stimme ändert sich von atemlosem Hauch bis hin zu souligen Sequenzen und zurück zu einem Gebrüll, das die Fähigkeit mitbringt, gar ganze Gebäude einzureißen. Dieses Organ ist eine buchstäbliche Naturgewalt, darüber waren sich die Kritiker schon in der Vergangenheit einig und verglichen seine Stimme unter anderem mit Ellery Roberts von Wu Lyf, mit denen Holy Esque auch bereits auf Tour waren.

„Mir war ehrlich nicht bewusst, dass meine Stimme so besonders sein soll. Selbst nach zwei Jahren mit der Band ist es mir nicht aufgefallen“, äußert sich Hynes bescheiden. „Ich war blind hinsichtlich dessen, weil ich auch nicht das richtige Vokabular fand, um ihre Klangfarbe richtig zu beschreiben. Viele Leute können mit meiner Stimme nichts anfangen, andere hingegen sind wiederum total begeistert. Man könnte von einer Hass-Liebe sprechen und das ist okay für mich. Es ist eine gute Möglichkeit, allen Gefühlen, die in einem gefangen sind, Ausdruck zu verleihen.“

Holy Esque gründen sich 2011 im schottischen Glasgow. Frontmann Hynes und Keyboarder Keir Reid wuchsen im berüchtigten East Kilbride auf, einer gut 70.000 Einwohner fassenden Betonwüste südlich von Glasgow, der lediglich Regen einen Farbtonwechsel von grau zu noch graueren Farbnuancen bescherte. Der Wunsch dieser Gegend zu entfliehen, wuchs demnach stetig und genau das verarbeitet Haynes auch in seinen Texten. „Es war unsere Hauptmission, aus diesem Umfeld wegzukommen und das so schnell es uns eben möglich war“, sagt Hynes über diese Zeit. Keyboarder Reid und Drummer Ralph McClure trafen sich erstmals an der Glasgow School of Art, wo einst auch Bands wie etwa Franz Ferdinand oder Travis sowie Generationen von schottischen Dichtern und Malern ein und aus gingen. Dort stieß auch Gitarrist Hugo McGinley dazu, Holy Esque waren so komplett.

Der erste große Streich gelang Holy Esque direkt mit ihrem Debüt-Track „Rose“ im Jahr 2012, der eine kleine Hype-Welle entwickelte. Die Band wagte sich damit an einen bombastischen Mix aus Ohrwürmern und epischen Riffs gepaart mit dunkel anmutenden Post-Punk-Wurzeln und präsentierte so schon sehr früh ihr volles Soundspektrum. Sie nagelten sich damit zudem auf den Bühnenbrettern fest, die für sie für den Transport ihrer eigentlichen Energie fast noch wichtiger sind als die Studiowände.

Das neue Album „At Hope’s Ravine” umreißt Hynes folgendermaßen:

„Die Songs handeln von Zugehörigkeit, Angst, Liebe, Selbstzweifeln, Religion, Dunkelheit gegen Licht und dem Entfliehen, ja vor allem dem Entfliehen.“

Holy Esque haben sich Zeit gelassen für die Aufnahmen ihres Debütalbums, haben nichts überstürzt und sich ihre Herangehensweise genau überlegt. Im Studio waren sie dafür in verschiedensten Räumen, an unterschiedlichen Orten und Ländern. Unterstützt wurde die Band dabei von dem Produzenten und Grammy-Gewinner Jon Schumann, der unter anderem bereits mit Mew oder Kashmir arbeitete. Das lange Warten war es demnach wert: „At Hopes Revine“ ist ein echtes Statement geworden!

„Der eingängigste Tremologesang seit Clap Your Hands Say Yeah!“ – SPEX.de

„Die einzelnen Klänge türmen sich zu einer haushohen Melodie auf und setzen dem triumphierenden Abschluss das pulsierende i-Tüpfelchen auf.“ – Smash Mag

„Pat Hynes, eine Mischung aus Ellery Roberts von Wu Lyf, Adam Stephens von Two Gallants und einem irritierenden Vibrato“ – Nicorola.de

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AnnA

♥ musix und serienjunkie

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