Naturgarten: Naturnahe Gärten sind der Trend 2017

Während sich in den letzten Jahrzehnten das Prinzip des Nutz- und Kulturgartens im Gärtnereiwesen durchgesetzt hat, findet derzeit ein Umdenken statt. Die geometrischen Formen und die genaue Ordnung in der Gestaltung werden verlassen und ein natürliches Ökosystem, das Mensch und Natur gleichermassen erfreut und nützt, ersetzt. Lebensraum für Pflanzen und Tieren soll geschaffen werden.

Bei herkömmlichen Gärten wird grossen Wert auf Unkrautfreiheit und Ordnung gelegt, damit ausgewählte Zier- und Nutzpflanzen ungestört gedeihen können. Gleichzeitig wird Schädlingen und ungewollten Besiedlern des Bodens viel zu oft mit der chemischen Keule der Garaus gemacht. Der Boden wird häufig einseitig gedüngt und fördert dann höchstens noch die ausgewählten Pflanzen. Damit geht auch die natürliche Artenvielfalt eines Gartens verloren, weil wichtige Nahrungspflanzen und tierische Bewohner fehlen. So werden die Ketten des Ökosystems zerstört und der Garten als Naturprojekt verkommt zu einer artenarmen Nutzfläche.

Der Naturgarten als Alternative

Das Konzept eines Naturgartens basiert auf zweierlei: Erstens soll der Garten möglichst wenig in seiner natürlichen Entwicklung gestört werden. Und zweitens wird auf den Einsatz chemischer Mittel komplett verzichtet. Stattdessen werden Pflanzen so ausgewählt, dass sie sich gegenseitig am Standort ergänzen. Sie zehren im Idealfall auf dem gleiche Boden unterschiedlich stark von unterschiedlichen Nährstoffen. Eine Düngung geschieht allenfalls mit biologischen Mitteln wie Pflanzenschnitt, hergestelltem Kompost oder Düngerbriketts aus Biomaterial.

Ein Naturgarten wird dabei nur oberflächlich gestaltet. Ausgesäte Wildblumen werden sich selbst überlassen, Hecken und Sträucher werden in Kombination mit Wasserflächen zu Biotopen ausgebaut und auf Nutzflächen für Gemüse werden auch mal Wildkräuter zugelassen.

Mit der Zeit werden sich in einem Ökogarten verschiedene Tiere (vor allem Vögel und Insekten) ansiedeln. Die Bodenlebewesen werden gerade in den unbearbeiteten Bereichen regelrecht florieren und verschiedene Wildpflanzen der Umgebung werden ihren Weg finden.

Für verschiedene Tiere können unterschiedliche Behausungen angelegt werden. Zum Beispiel Nistkästen und Überwinterungsmöglichkeiten für Igel. Trockenmauern oder Steinhaufen bieten Eidechsen und ähnlichen Tieren einen optimalen Unterschlupf. Insektenhotels sorgen für das nötige Mass an bestäubenden Insekten.

Dabei muss keine Unordnung herrschen. Die gestalterische Freiheit obliegt dem Gärtner, wobei er gut daran tut, die ökologisch wertvollen Bereiche ästhetisch, funktional und wenig kontrollbedürftig anzulegen. Trockenmauern, Sträucher und Wiesen (anstelle von Rasen) haben sich hier bewährt.

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Foto CC0 via Unsplash

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