Franky Silence & Ghost Orchestra


Das Luzerner Duo Franky Silence (Sabrina Troxler und Adi Rohner) hat zusammen mit dem Gost Orchestra (Mäder, Bokel, Rupp, Bucher, Glanzmann) das schön-düstere Album „Fallen“ herausgebracht. Plattentaufe ist am 19.11. im Kleintheater Luzern. Der Song oben ist – habt ihrs gemerkt? – eine Coverversion der Queens of the Stone Age. Die Band wird hochgelobt. Der Musiktipp schreibt: „Sounds im Geiste von Morricone und Galexico„. Die Presseagenturmeldung kommt nicht mit kleineren Referenzen: „David Lynch stand da Pate. Oder Orson Welles, der sich eben ne Flasche Scotch einverleibte (…). Oder Jim Thompson, der „Master of Noir“.“ Pirmin Bossart schreibt im Booklet: „(…) Musik (…) flirtet mit Schurken und Verlorenen, Liebenden und Verlassenen, Zufriedenen und Getriebenen,. Klingt nach Balsam und Purpur, Staub und Gold. (…) Country, Walzer, Blues, Old Time Jazz, Vaudeville und Western Noire sind das Fundament (…).“ Tönt doch schon mal interessant. Aber weiter wird da behauptet, dass sich die Musik den üblichen Assoziationen zeitgenössisch verhandelter Codes & Identitäten entziehe. Vielleicht ist das in Luzern so. Ich finde, dass sich die meiste zeitgenössische Popmusik gerade durch dieses Merkmal verbindet. jänu. Die Musik sei die Patina einer Sehnsucht und lasse die indie-hipness alt aussehen. Bringt mich immerhin zum Lächeln. Aber erntsthaft: Die Musik gefällt mir trotz den zu hohen Referenzen doch recht gut und am 21. November spielen sie im La Catrina im Kreis 4. Würd ich dann eigentlich gern hingehen, aber frage mich, ob neben der ganzen Band überhaupt noch Publikum im Laden Platz hat. Und jetzt bring ich hier noch den Titeltrack „fallen“:

(via lautstark)

Befelino

Schreibt über Kultur, Musik und Filme.

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