Konzertbericht: Kings of Leon

IMG_4150Ich persönlich habe ja ein ziemlich schlechtes Namensgedächtnis. Das gilt übrigens auch für Bandnamen. Der gestrige Abend hat mich aber beruhigt: Es gibt Leute, die sind in dieser Hinsicht noch viel übler dran!
Das beweist folgender Dialog, den ich beim Anstehen beim Bierstand  mithören durfte:

 

Sie: Hey, isch d Vorband schu durä?
Er: Ja, diä händ scho gspielt.
Sie: Wer isches dänn gsi?
Er: Ah weiss nümm gnau wiä diä gheissä händ…hmm… ah ja. Placebo, glaub!

 

Tja, knapp daneben. Vorband war nämlich die Zürcher Band  Baba Shrimps.  Ihr Namen war übrigens auch auf der Bühne angeschrieben 😉

 

Es war also ein Heimspiel für die Gewinner des SRF 3 Best Talent Wettbewerbs. Auf den Stehplätzen war im vorderen Drittel auch schon ziemlich Betrieb.  Die Band  mischten viele bekannte Elemente zu eingängigen Songs, welche zum mit-wippen animierten.
Die Stimmung war aber noch ziemlich steril. Es war eigentlich so steril, dass man sich nicht mal getraute, die leeren Plastikbecher auf den Boden fallen zu lassen.

 

Der nächste wichtige Namen des Abends war dann Kings of Leon. Bei ihrem  Bandnamen  scheiden sich ja die  Geister. Wie wird das jetzt genau ausgesprochen. Kings of Liiiion? Kings of Liòn? Kings of Leeoon?
Tja, nicht mein Problem, ich muss den Namen hier ja nur schreiben und nicht aussprechen;-)

 

Jedenfalls kam die Familienkappelle aus Tennessee (3 Brüder und 1 Cousin) mehr oder weniger direkt vom Rock am Ring ins vergleichsweise kleine Hallenstadion.
Am Rock am Ring haben sie das Set noch mit ihrem aktuellen Hit Supersoaker eröffnet.
Mit welchem Song sie in Zürich begonnen haben, weiss glaub niemand so genau.
Die ersten Songs hatten nämlich  die Sound-Qualität  eines selbst aufgenommenem Tapes,  welches man an einem Fussball-Grümpelturnier über diese grauen, megaphonartigen Lautsprecher raushämmert.
Ein Soundcheck hat da wohl nicht stattgefunden…
Schade, denn die Sch……wierige Akustik im Hallenstadion ist ja bei vielen schon bekannt.

 

Mit der Zeit wurde  der Sound  dann deutlich  klarer und die markante Stimme von Frontmann Caleb Followil kam besser zur Geltung. Die Band  spielte ein gut abgestimmtes Set.  Auch die Stimmung wurde immer besser und das fast ausverkaufte Hallenstadion tobte vor allem bei den grossen Hits, obwohl die Band ihr Set ohne grosse Interaktion mit dem Publikum spielte.
Trotzdem war es  ein gelungener Konzertabend mit vielen zufriedenen Bands, einem erstaunlich gut gekühltem Hallenstadion und  vielen netten Glace-Verkäufern!

Märä

Stieg einst von den hohen Glarner Bergen herunter in die Häuserschluchten Zürichs, um sich todesmutig in die Konzert-Locations in der Umgebung zu stürzen. Was dabei alles so passiert, liest man jeweils hier auf Bonz.ch. Ausserdem hört man mich ab und zu beim besten Radiosender der Welt: toxic.fm!

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