Konzertbericht: The Temperance Movement

Es ist zum Mäuse melken!

Der Plan war folgender: Mal bei The Temperance Movement reinhören, vielleicht ein Bierchen nehmen und zeitig wieder gehen, damit man endlich wieder mal früh ins Bett kann.

Tja, jetzt sitz ich hier. Weit nach Mitternacht. Die Leber zwickt – dafür hüpft die Seele und die Ohren klingeln. Und ich überlege mir gerade, wie ich wohl den Gig von The Temperance Movement am besten in Worte fassen kann.

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Vielleicht so: Wenn man Bands mit Piloten vergleichen müsste, dann gibt es Bands, die ihre Musik spielen, wie ein Linien-Pilot ein Flugzeug fliegt. Routiniert, korrekt, nach Checkliste. Das reicht dem Pauschaltourist vollkommen aus und er wird nach erfolgreicher Landung fröhlich klatschen.

Dann gibt es aber noch die Alaska Piloten vom Discovery Channel. Die fliegen mehr so nach Gefühl, landen dort, wo es eigentlich keine Landepiste gibt und müssen auch auf Eis und Schnee Landen können.

The Temperance Movement zeigten heute im Komplex, dass sie auf jeden Fall das ganze musikalische Terrain,  welches irgendwo zwischen Blues und Rock liegt, beherrschen.

Sie spielten zum Beispiel die Balade Pride.
Ain’t no Telling war ein Highway-Criuser Sound – man kriegt schon vom Zuhören Sonnenbrand auf dem linken Arm.
Und bei Songs wie Take it Back ging dann richtig die Post ab.

Die 10minütige Zugabe war dann fast schon hypnotisch!

Schade, dass der Komplex Klub heute nur etwa halb voll war. Ich wage mal zu behaupten, dass The Temperance Movement eine Band ist, dessen Namen man sich merken sollte! Im nächsten Jahr gehen sie auf USA-Tournee! Und von dort kehren sie sicher ein paar Nummern grösser wieder zurück.

Märä

Stieg einst von den hohen Glarner Bergen herunter in die Häuserschluchten Zürichs, um sich todesmutig in die Konzert-Locations in der Umgebung zu stürzen. Was dabei alles so passiert, liest man jeweils hier auf Bonz.ch. Ausserdem hört man mich ab und zu beim besten Radiosender der Welt: toxic.fm!

Ein Gedanke zu „Konzertbericht: The Temperance Movement

  • 27. November 2014 um 09:55 Uhr
    Permalink

    Junge junge, das war vielleicht gut!!
    Selten so eine gute Dynamik bei einem Konzert erlebt…und dann noch dieser Frontsänger. Und da spricht man doch sonst von den zurückhaltenden Briten!
    Nochmal Danke für die Tickets, es war ein klasse Abend

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