Gampel – das Openair mit der Extraportion Party

Salü Zämu – die richtige Aussprache dieses Grusses konnten die „Üsserschwiizer“ schon beim Anstehen üben. Ein grosses Plakat begrüsste einem beim Eingang. Da waren wir also wieder – alle zusammen – am Antstehen für de 2018er-Ausgabe vom Openair Gampel und es sollte einmal mehr „iischi Party“ werden.

iischi Schönwetterparty

Am Gampel regnet es NIE. Punkt. Wenn man nass wird, hat man entweder ein Bier abbekommen oder es geht ein „nasser Wind“ – also der Regen aus einem anderen Tal, den es ein bisschen rüberwindet. Und das zählt nicht.

Das Wetter war perfekt – ausser zum Ausschlafen: Spätestens ab 9 Uhr war im Zelt niedergaren angesagt.

Nicht nur die Temperaturen stiegen in ungeahnte Höhen
iischi Pfützenparty

Wie jetzt?! Nie Regen und trotzdem Pfützen? Leider ja. Die Pfützen kamen am Openair Gampel dank Heineken direkt aus dem Zapfhahn. Bei jedem Schluck musste man sich fragen: Trinke ich Bier, das nach Pisse schmeck oder Pisse, die nach Bier schmeckt? Aber wie das so ist an einem Openair: verdursten will man ja auch nicht.

Vielleicht gibt es wie beim Wein (und bei den Shots – oh mein Gott!!) am Gampel auch bald mal eine vorbildliche Bierauswahl?

iischi Musikparty

Das Brummen des Pfützenschädels muss natürlich auch irgendwie übertönt werden – idealerweise mit Musik. Und sowas gibt’s ja doch ab und zu an einem Openair. T-Shirt werfen zu Marteria, Rauchpetarden zünden zu Feine Sahne Fischfilet, schmusen zu Kodaline, Biertrinken zu Turbobier – das Openair Gampel hatte auch dieses Jahr einige unvergessliche Konzerte im Angebot.

Schmeisst die Shirts weg!

In die Magengrube ging auch der Auftritt von Seasick Steve. Powerblues mit der Waschbrettgitarre direkt vom Schaukelstuhl – dazu Schnaps aus der Flasche. Seasick Steve und seine beiden Musikkumpanen bedienten jedes Südstaatenklischee und machten dabei auch noch gute Musik und haben dabei fast die Bassboxen verblasen.

Und dann kam natürlich noch Hecht. Die Band, die jedes Festivalgelände füllt, egal um welche Zeit sie spielt.

Man könnte glatt ins Publikum hechten

Oh Boy, was für ein Sommer für die Zürcher Band mit Luzerner Dialekt! Entstehen hier gerade neue Hymnen für die Ewigkeit? Wir wissen es (noch) nicht, aber eines ist jetzt schon klar: Auch bei diesem Konzert wurden wieder einige Herzen verschenkt und die Sonne sorgte für scharlachrote Sonnenbrände.

iischi Playbackparty

Wenn man dem Wikipedia-Artikel glaub, ist eine Band „in der Musik die Bezeichnung für eine Gruppe von Musikern, die sich üblicherweise unter einem einheitlichen Namen (Bandnamen) zusammengeschlossen hat, um gemeinsam zu musizieren.“

Was von 30 Seconds to Mars am Freitag auf der Bühne übrig blieb ist Jared Leto im LSD-Jesuskostüm und sein Bruder Shannon an den Drums. Und woher kommt denn der ganze andere Sound? Den zaubert Jared wahrscheinlich einfach hin.

Auch bei den Chemical Brothers einen Tag später waren vor allem die Visuals auf den Leinwänden beeindruckend. Den Rest erledigte die „Play“-Taste.

iischi Fressparty

Neben den üblichen Verdächtigen gibt es am Openair Gampel auch ein paar ganz spezielle Fress-Stände. Allen voran natürlich die Walliser-Stube links vor der Hauptbühne. Das Raclette ist Pflicht und die Puure-Röschti die Allzweckwaffe gegen jegliche Ausprägungen von Hunger oder Kater.

Egal was man wann zu oder mit wem wie machte: Der Party-Modus war auch an diesem Gampel wieder on!

In diesem Sinne: Gute Erholung und bis zum nächsten Jahr.

Märä

Stieg einst von den hohen Glarner Bergen herunter in die Häuserschluchten Zürichs, um sich todesmutig in die Konzert-Locations in der Umgebung zu stürzen. Was dabei alles so passiert, liest man jeweils hier auf Bonz.ch. Ausserdem hört man mich ab und zu beim besten Radiosender der Welt: toxic.fm!

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